Salzburger Liga

Spitze weiter makellos, Befreiungsschläge hinten

Salzburg
13.09.2026 20:45

Der Super-Sonntag in der Salzburger Liga bot fast alles, was das Fußball-Herz begehrt. Während sich das Spitzenduo schad- und makellos hielt, feierten die Nachzügler Eugendorf und ATSV Salzburg ersehnte Erfolgserlebnisse. Andere wiederum fanden in die Erfolgsspur zurück.

In der Matinee feierte Titelkandidat Bürmoos gegen Henndorf den siebten Sieg im ebensovielten Auftritt. Weil Stürmer Probst alle Treffer zum 3:1 beisteuerte. „Er wird gut in Szene gesetzt und ist aktuell sehr, sehr gut in Form“, war Trainer Valentino Jovic entsprechend happy. Dabei war den Gästen die Führung durch Hoffmann gelungen. „Wir haben 30 Minuten ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht. Da hätte keiner gedacht, dass es zur Pause 1:3 stehen würde. Danach hat uns ein Tor gefehlt, um noch mal die Spannung zu heben“, resümierte Gäste-Coach Thomas Höltschl.

Revanche glückte
Dank besserer Tordifferenz bleibt das ebenso makellose Straßwalchen Tabellenführer vor Bürmoos. Die Flachgauer revanchierten sich an Bramberg fürs Landescup-Aus und siegten mit 2:1. „Am Ende waren wir die Glücklicheren, weil Bramberg stark auf den Ausgleich gedrückt hat“, fand Hausherren-Betreuer Maxl Scharrer. „Völlig unverdient“, meinte Bramberg-Boss Martin Innerhofer. Der sein Team zudem um einen Elfmeter geprellt sah.

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Wenn man die Chancen analysiert und beide Seiten alle nutzen, gewinnen wir 6:3.

Bramberg-Obmann Martin Innerhofer zum 1:2 in Straßwalchen

Eugendorf gelang indes in letzter Minute der erste Saisonsieg. Zwar gelang Anif-Rohdiamant Selimi der Ausgleich. Im Nachschlag schoss Youngster Schneider die Gäste per Kopf aber ins Glück. „Ein richtig gutes Spiel auf diesem Niveau. Jetzt sind natürlich alle erleichtert“, atmete Eugendorf-Coach Florian Königseder durch. „Bitter, aber da müssen wir jetzt wieder raus. Ich glaube, wir hadern ein bisschen zu viel“, analysierte Anif-Trainer Lukas Schubert. 

Spiel verloren, Rettung gerufen
Ebenso siegreich gestaltete Aufsteiger ATSV sein Heimspiel gegen Thalgau – 3:1. „Wir haben in Umschaltaktionen gut funktioniert. Dabei haben wir sogar noch Chancen liegen lassen, aber es waren wichtige Punkte“, war Betreuer Milan Pavlovic erleichtert. Extra bitter für die ohnehin dezimierten Gäste: Wörndls Bein kollidierte bei einem geblockten Schuss mit einem Gegenspieler, wurde von der Rettung versorgt. „Das war heute einfach zu wenig von uns“, seufzte Tahlgau-Übungsleiter Nemanja Asanovic.

Auf die Siegerstraße kehrten derweil Siezenheim und die Seekirchen Juniors zurück. Die Vorstädter gewannen gegen Schwarzach mit 2:1. „Alle Tore fielen aus Standards“, wusste Siezenheim-Coach Felix Auinger. „Gottseidank haben wir wieder voll angeschrieben.“ Schwarzach-Zampano Mario Krimbacher meinte: „Kämpferisch war es eine Topleistung. Einmal hat ihr Goalie einen Weitschuss-Aufsetzer von Bozic gehalten. Ich weiß nicht, wie er den gehalten hat.“ Auch nicht hilfreich: Stammkraft Luca Amering zog sich eine Oberschenkelblessur zu. 

Abgebrühteres Team siegte
Derweil gewann Seekirchen das Aufsteiger-Duell gegen Golling durch frühe Goals mit 2:0. Nachdem ein Golling-Spieler eine Minute vom Feld musste (scheinbar war die Stutzen zu kurz), traf Ibertsberger per Kopf nach Flanke. Nach 20 Minuten bediente der Schütze Stürmer Pagitsch mittels Querpass zum Siegtor. „Cool, dass wir mal die Effizienteren sind. Unsere Abwehrspieler sind 16, 17 Jahre alt und am Ende waren gestandene Kicker wie Gollings Mitterlechner frustriert“, sagte Trainer Patrick Schöberl. Der zudem nach Biljali (Handbruch) zuletzt auch Marco Tanner mit Kreuzband- und Meniskusriss in der Zentrale verlor. „Sie haben aus drei, vier Chancen eben zwei Tore gemacht. Wir aus fast noch mehr Möglichkeiten eben keines“, zuckte Golling-Coach Philip Buck mit den Schultern. Immerhin: Nach den Ausfällen von Dygruber (Nase gebrochen; OP am Dienstag) und Culjak (Fersenprellung) kamen diesmal kein gröberen Verletzungen dazu.

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Wir wissen, woran es scheitert. Leider haben wir es nicht geschafft, den Sack vorzeitig zuzumachen.

Neumarkt-Trainer Stevic nach dem 2:3 gegen den SAK

Weiter warten auf Erlösung
Als einziges Team wartet Neumarkt noch auf den ersten Sieg. Wie im Cup gegen Golling ging man auch gegen den SAK mehrfach in Führung. Ein Elfmeter und ein Treffer nach einem Crash zwischen Keeper und Verteidiger brachten aber die späte Wende zugunsten der Nonntaler – 2:3. „Aber kein Vorwurf ans Team, alle haben super gekämpft. Wenn wir so weitermachen und die Leistungsträger in Form sind, schreiben wir bald an“, gab sich Neumarkt-Betreuer Stanislav Stevic zuversichtlich. SAK-Obmann Walter Larionows war happy: „Sie haben uns große Probleme bereitet. Zum Glück haben wir die Mittel gefunden, wieder zurückzukommen.“

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