Nach Rechtsstreit

Bagger klettert jetzt durch die Glasenbachklamm

Salzburg
13.09.2026 11:00

Nach jahrelangem Rechtsstreit und einer Sperre für alle geht es in der Glasenbachklamm in Salzburg jetzt endlich Schlag auf Schlag: Drei Brücken werden schon bis zum November saniert, danach ist das Ausflugsziel noch heuer bereits wieder offen. 

Es ist wieder Leben in die Glasenbachklamm eingekehrt – trotz abermaliger Sperre. Denn statt Kinderlachen und entspannten Spaziergängern ist aktuell schweres Gerät zugange. Bagger sind angerollt und die Arbeiten an drei maroden Brücken laufen auf Hochtouren.

„Wir gehen die Brücken von unten nach oben an“, erzählt Johannes Duschek beim „Krone“-Lokalaugenschein. Teils muss der massive Unterbau saniert werden. „Dafür bohren wir Felsanker, verpressen diese, bringen danach Netze an und ummanteln alles mit Spritzbeton“, so der Brückenbau-Profi.

Die Brücken entlang des Weges werden derzeit saniert.
Die Brücken entlang des Weges werden derzeit saniert.(Bild: Markus Tschepp)

Bis zu 800.000 Euro lässt sich die Gemeinde Elsbethen die Sanierungen rund um die Wege kosten. „Das ist seit Jahren budgetiert. Nachdem das Rechtliche geklärt wurde, konnten die Arbeiten starten“, so Bürgermeister Matthias Herbst (ÖVP).

Duschek setzt auf modernes Gerät – wie den sogenannten Schreitbagger.
Duschek setzt auf modernes Gerät – wie den sogenannten Schreitbagger.(Bild: Markus Tschepp)

Er freut sich besonders, dass die Klamm schon im November geöffnet werden soll. „Bis dahin sind schwere Baumaschinen unterwegs, ein Betreten wäre zu gefährlich.“ 2027 folgen dann kleinere Arbeiten. Sperren sind aber nicht mehr zu erwarten – lediglich vereinzelte Tage, außerhalb der Wanderzeit.

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Wir haben für die Arbeiten einen Schreitbagger ausgewählt, weil wir auch unter die Brücke müssen. Dafür kraxeln wir mit dem Fahrzeug über die Böschung hinunter.

Spezialtiefbauer Stefan Lackner

Stahlbeton und modernste Glasfaser für die Brücken
Das angesprochene schwere Gerät sind Spezialmaschinen für Bauarbeiten in schwierigem Gelände. In diesem Fall wird ein sogenannter Schreitbagger eingesetzt. Dieser kann sowohl fahren als auch „gehen“. „Es ist beeindruckend, zu sehen, wie hier gearbeitet wird“, sagt der Elsbethener Ortschef und ergänzt: „Wir wollen das ordentlich haben – für die nächsten 100 Jahre.“

Dementsprechend wird beim Material auf Stahlbeton gesetzt. Zwei der Brücken bekommen sogar Glasfaser spendiert. „Stahlbeton wäre doppelt so dick und viermal so schwer – bei gleicher statischer Tragfähigkeit“, sagt Duschek. Glas habe kein Ablaufdatum, wie 300 Jahre alte Kirchenfenster zeigten. Es sei auch witterungsbeständig – ein wichtiger Punkt in einer feuchten Klamm.

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