Gleich zwei Alpinunfälle ereigneten sich am Samstag am Traunstein: Ein Bergsteigerin stürzte beim Abstieg über die Mair Alm 20 Meter in die Tiefe, wurde schwer verletzt. Und ein Kletterer wurde am Südwestgrat von einem kopfgroßen Stein getroffen.
Eine 44-Jährige aus Henndorf am Wallersee (Sbg.)und ihr 45-jähriger Ehemann unternahmen von Freitag auf Samstag, als Teil einer vierköpfigen Wandergruppe, eine Bergtour auf den Traunstein. Nach Nächtigung auf dem Traunsteinhaus bestieg die Wandergruppe am Samstagmorgen den Berggipfel und trat nach einer kurzen Rast den Abstieg über den Mair Alm Steig an. Beide wurden vom Rettungshubschrauber per Tau geborgen und ins Spital geflogen.
Mit dem Hubschrauber geborgen
Gegen 11.25 Uhr stolperte die 44-Jährige am Steig und stürzte ca. 20 Meter durch felsdurchsetztes Gelände ab. Sie konnte sich noch an einem Ast festhalten und ihren Sturz stoppen, bevor sie am Weg verletzt zu liegen kam. Ihr Ehemann setzte die Rettungskette in Gang und leistete Erste Hilfe. Die 44-Jährige wurde anschließend von der Besatzung des Notarzthubschraubers per Tau gerettet und mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Salzkammergut Klinikum Gmunden geflogen.
Unfall am Südwestgrat
Fünf tschechische Kletterer begingen am Samstag die Mehrseillängen-Kletterroute „Südwestgrat“ am Traunstein und gründeten dazu eine Dreier- und eine Zweierseilschaft. Ebenfalls in der Klettertour, ca. eine bis zwei Seillängen unterhalb, befand sich eine deutsche Zweierseilschaft. Gegen 13.40 Uhr verursachte ein tschechischer Kletterer (47) im Nachstieg einen Steinschlag in der Route, indem er mit dem Fuß versehentlich einen zuerst kleineren Stein in Bewegung setzte. Dieser setzte wiederum einen etwa kopfgroßen Stein in Bewegung.
Deutscher konnte nicht mehr ausweichen
Ein deutscher Kletterer (47) konnte trotz akustischer Warnsignale des Tschechen nicht mehr ausweichen und wurde am rechten Oberarm bzw. im Schulterbereich von dem Stein getroffen. Der Deutsche wurde unbestimmten Grades verletzt und konnte deshalb nicht mehr weiterklettern. Seine Partnerin leistete Erste Hilfe und setzte die Rettungskette in Gang. Die deutsche Seilschaft wurde vom Notarzthubschrauber am per Tau gerettet und der Verletzte wurde in das Salzkammergut Klinikum Gmunden geflogen.
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