Läutewerk bald aktiv?

Polit-Hickhack um Glocke lässt Anrainer zittern

Salzburg
13.09.2026 08:00

Während das Land Salzburg und die Gemeinde Oberndorf weiter streiten, bangen die Anrainer in der Nähe einer Lokalbahn-Haltestelle um ihre Ruhe. Denn heute rollen die Züge wieder – und das könnte vom Start weg von Dauergebimmel begleitet werden.

Nicht zur Ruhe kommt die Stille-Nacht-Gemeinde Oberndorf – wortwörtlich. Bei Testfahrten der Salzburger Lokalbahn bimmelte es ausgerechnet in einem dicht besiedelten Stadtteil dauerhaft – die „Krone“ berichtete.

Denn genau an dieser Kreuzung neben der Station Oberndorf-Laufen gab es einen Antrag auf Barrierefreiheit. Dabei spielte auch die Nähe zum Krankenhaus eine Rolle. Selbst der Blinden- und Sehbehindertenverband fordert eine leisere Lösung, will ein hörbares Signal nur bei Bedarf.

Dieses sei im Gesetz allerdings gar nicht vorgesehen, argumentiert das Land, während die Anrainer weiterhin um ihre Ruhe zittern. Die Stadt hätte ja auch einen Schranken haben können, wie es dazu von LH-Stv. Stefan Schnöll (ÖVP) heißt.

Laut Oberndorfs Bürgermeister Georg Djunja (SPÖ) könne ein Schranken eine akustische Lösung wiederum gar nicht ersetzen. „Schlimmstenfalls könnte dann eine blinde Person sogar auf den Gleisen eingeschlossen werden“, befürchtet er. Zudem habe sich auch die örtliche ÖVP gegen einen Schranken gestellt.

Nach monatelanger Bauphase startet heute der Regelbetrieb der Lokalbahn – ohne Lösung für die Bewohner. „Ich lade Stefan Schnöll gerne ein, sich das vor Ort anzuhören – sofern es heute schon läutet“, so Djundja, der auf eine sachliche Diskussion hofft.

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