Das einzige Freitagsspiel der siebten Runde der Salzburger Liga erbrachte auf den ersten Blick wenig Neues. Puch wahrte bei Aufsteiger Berndorf seine weiße Auswärtsweste, siegte am Ende deutlich mit 5:1.
Würde Puch beim gefährlichen Aufsteiger im dritten Antreten in der Fremde erstmals Federn lassen? Wer die erste Hälfte sah, durfte zumindest spekulieren. Erst traf zwar Ex-Austria-Kicker Sorda für die Gäste nach Querpass, weil Baier ihm zu viel Platz ließ (16.). Im Gegenzug glich aber Scheffenacker nach einer Art Doppelpass mit Rösslhuber sehenswert aus (20.). „Aber wir hatten da schon Sitzer auf einen höheren Sieg“, fand Puch-Sektionsleiter Nihat Aslan.
Ein Abseits, das keines war
Eine strittige Situation nach der Pause, in der die Tennengauer schlussendlich auf 5:1 davon zogen, ließ die Wogen hochgehen. Beim Stand von 1:2 (Petscharnig hatte einen weiteren Querpass verwertet) stellte sich nach einem Pass in die Tiefe die Frage nach aktivem oder passivem Abseits. Puchs Grasegger traf, das Tor zählte (73.). „Das war der Gamechanger für uns, ein klares Abseits“, befand Berndorf-Sportchef Werner Baier. Aslan entgegnete: „Wäre unser Spieler noch ein, zwei Schritte auf den Ball zugelaufen, hätte ich ihn auch Abseits gesehen. So hat das aber gepasst, weil er ihn durchgelassen hat.“ Nach zwei weiteren Sorda-Toren war die Messe gelesen.
Unterschiedlicher Meinung
Danach gab sich Baier nüchtern: „Wir haben jetzt die andere Seite der Salzburger Liga kennengelernt. Vom Spielerischen und vom Tempo her war das eine Klasse über uns. Da kannst da mal mit einem Punkt spekulieren, aber es niemals einplanen.“ Auch das wollte Aslan nicht so stehen lassen: „Ich muss Berndorf ein Kompliment machen, sie haben mutig nach vorne gespielt und hatten Chancen. Die Räume, die sie uns damit eröffnet haben, konnten wir aber lange nicht nutzen.“
Berndorf hält weiter bei sieben Punkten, Puch springt zumindest bis Sonntag auf Rang drei. Da steht der Rundenrest an, bei dem unter anderem Leader Straßwalchen auf Bramberg trifft, gegen das es im Cup die bislang einzige Niederlage gegeben hatte. Erstmals wird dabei Ex-BSKler Asante spielberechtigt sein. „Er kommt bis nächsten Sommer leihweise“, bestätigte Sportchef Markus Chudoba. Die punktgleichen Bürmooser empfangen indes Henndorf zur Matinee.
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