Das Wetter machte es bis zuletzt spannend: Am vorletzten Tag der Freibadsaison haben Wiens Bäder doch noch die Marke von zwei Millionen Gästen geknackt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 15 Prozent.
Schon im Juli hatten die Wiener Bäder den millionsten Besucher der Saison begrüßt. Danach ging das Rennen in Richtung Zwei-Millionen-Marke. Doch ausgerechnet kurz vor dem Saisonende sorgten regnerische Tage dafür, dass weniger Wiener den Weg ins Freibad fanden.
Am Samstag kam schließlich die Sonne zurück – und mit ihr genügend Badegäste, um die Zwei-Millionen-Grenze doch noch zu überspringen.
Nächste Hitze kommt bestimmt
Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky sieht darin einen Beleg für die Bedeutung der Anlagen. „Der nächste Hitzesommer kommt bestimmt. Umso wichtiger, dass es die Wiener Bäder gibt“, sagt er. Sie seien mehr als Freizeitorte und böten Millionen Gästen Abkühlung im Wasser und Erholung auf schattigen Wiesen.
Gänsehäufel bleibt Wiens klarer Spitzenreiter
Unangefochten an der Spitze liegt das Gänsehäufel: Mit Stand Sonntagfrüh wurden dort 352.000 Gäste gezählt. Dahinter folgen das Kongreßbad mit 164.150 und das Strandbad Alte Donau mit 141.000 Besuchern. Das Schafbergbad kommt auf 105.600, das Krapfenwaldlbad auf 97.800 Gäste.
Auch Zeitkarten waren gefragt: Laut MA 44 wurden 3000 Saisonkarten, 5400 Halbjahreskarten und 12.600 Einmonatskarten verkauft.
Längere Badeabende kamen bei Gästen gut an
Neu war heuer ein Versuch mit längeren Öffnungszeiten. Vom 20. Juni bis 2. August blieb das Strandbad Alte Donau bei Schönwetter bis 20.30 Uhr offen. Auch der Kassenschluss wurde um eine Stunde verlängert.
Während der Hitzewelle durften außerdem Kongreßbad, Sommerbad Laaerberg und Brigittenauer Bad länger offen bleiben. Die MA 44 will den Test nun auswerten. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob längere Öffnungszeiten künftig ausgeweitet werden.
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