Wirbel in der Wiener Innenstadt: Vor der SPÖ-Zentrale versammeln sich mehrere Aktivisten, aus Bengalo-Fackeln steigt dichter Rauch auf. Die Aktion steht wohl mit dem gestrigen Identitären-Aufmarsch im Zusammenhang.
Roter Rauch steigt in den Himmel, auf den Bannern der mutmaßlichen Aktivisten steht der Spruch: „Sobieskis Grab kennen wir bereits, aber auf sein Denkmal warten wir noch immer.“
Rechtsextreme hatten Sobieski-Skulptur aufgestellt
Die Aktion steht wohl in Verbindung mit dem Aufmarsch mehrerer Identitärer am Kahlenberg am gestrigen Samstag. Vertreter der Rechtsextremen positionierten dabei eine eigens mitgebrachte Skulptur des polnischen Königs Jan III. Sobieski, der für viele als „Befreier Wiens“ gilt. Die Errichtung eines offiziellen Denkmals war von der Stadt Wien nach jahrelangen Kontroversen verhindert worden.
Großes Polizeiaufgebot
Auch die Führungsfigur der Identitären in Österreich, Martin Sellner, hatte am Samstag eine Rede gehalten. Ersten Berichten zufolge war der Aufmarsch jedoch ohne Zwischenfälle verlaufen. Wegen befürchteter gegenseitiger Provokationen war die Polizei mit entsprechend vielen Kräften vor Ort gewesen, um ein Zusammentreffen der unterschiedlichen Gruppierungen zu verhindern.
Gegenproteste friedlich
Bei der Gegenveranstaltung zum Identitären-Aufmarsch in Heiligenstadt waren weit mehr Personen vor Ort als am Kahlenberg selbst. Diese organisierten einen Protestzug zum Oskar-Morgenstern-Platz. Bis zum späteren Nachmittag seien alle Demonstrationen friedlich verlaufen, berichtete ein Polizeisprecher am Nachmittag.
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