Die Unabhängigen Bauern warten immer noch auf Einsicht in den detaillierten Rechnungsabschluss der Salzburger Landwirtschaftskammer. Ein versprochenes Datum ist mittlerweile vorbei.
Jetzt ist in der Diskussion um den Schuldenberg der Bauernkammer von mehr als zehn Millionen Euro die nächste Frist verstrichen. Josef Tiefenbacher vom Unabhängigen Bauernverband (UBV) will nach den Debatten um die finanzielle Situation bekanntlich Einblick in den Rechnungsabschluss, um alle Buchungen nachvollziehen zu können. Eine zusammengefasste Variante ist zwar verfügbar, auf die detaillierte Version wartet er aber noch. Tiefenbacher, er ist auch Vorstandsmitglied: „Ich habe im Juli ein Schreiben erhalten, dass ich bis 2. September eine Antwort bekommen werden.“ Gehört hat er seither nichts mehr.
Die Anfrage richtete der Pinzgauer Landwirt nach dem Informationsfreiheitsgesetz an Kammer und Land und meint kopfschüttelnd: „Eigentlich ein Wahnsinn, dass das die einzige Möglichkeit ist.“
Bei der Landwirtschaftskammer beruft man sich auf die Urlaubszeit und will demnächst Antworten liefern. Knackpunkt: Eine Langversion des Rechnungsabschlusses gibt es so gar nicht, wie Kammeramtsdirektor Franz Wieser informiert. Bisher wurde immer die „Kurzform“ dem Vorstand zur Genehmigung vorgelegt.
Bauernkammer will jetzt Transparenz erhöhen
Der Kontrollausschuss, dem auch die Unabhängigen Bauern angehören, könne aber jederzeit Einsicht in alle Details der Gebarung nehmen und kontrollieren, ob die Mittel zweckmäßig eingesetzt werden. Außerdem seien jetzt alle Konten, wo Landesgelder gebucht werden, auch online einsehbar, ergänzt Wieser. Bei der nächsten Vorstandssitzung der Kammer soll auch geklärt werden, ob es künftig eine Langversion des Rechnungsabschlusses geben wird.
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