Die „Krone“ ist seit Wochen an dem Thema dran. Jetzt gibt es beim Bahnübergang in Oberndorf die nächste Eskalationsstufe wegen des Läutwerks: Anrainer trafen sich erneut zu einer Protestaktion. Ein Arzt empfehle sogar den Umzug. Jetzt gibt’s einen Gerichtstermin.
Ab Sonntag soll die Lokalbahn wieder fahren – dann bimmelt es an einem Oberndorfer Bahnübergang achtmal in der Stunde. Schon im Testbetrieb des neuen Läutwerks stellte sich heraus: Kinder können nicht schlafen. Anrainer leiden. Seit Monaten wird protestiert.
Schichtarbeiter berichten von Schlafstörungen, Lkw-Fahrer kommen nicht zur Ruhe, das ist gefährlich. Die Landeshauptfrau muss das doch endlich einsehen.
Andrea Nini, verzweifelte Anrainerin
Anfang Oktober wird verhandelt
Eine der Kämpferinnen gegen das Gebimmel ist Andrea Nini: „Ich bin verzweifelt. Das läutet auf so einer hohen Frequenz, das ist gesundheitsgefährdend. Ich war beim Arzt. Der sagt, wer kann, soll wegziehen.“ Nini kennt die Probleme: „Schichtarbeiter berichten von Schlafstörungen, Lkw-Fahrer kommen nicht zur Ruhe, das ist gefährlich. Die Landeshauptfrau muss das doch endlich einsehen.“
Ortschef Georg Djundja erklärt, warum Landeschefin Karoline Edtstadler zuständig ist: „Der Bescheid trägt die Unterschrift von der Landeshauptfrau, die Eisenbahnen unterstehen ihr.“
Man habe Beschwerde eingereicht. Diese sollte aufschiebende Wirkung haben. Ergo: Das Läutwerk müsse bis zu einer Verhandlung am Landesverwaltungsgericht stumm sein. Die Anrainer fordern deshalb, das Gebimmel bis zum Gerichtstermin auszuschalten. Diesen gibt es endlich: In der ersten Oktoberwoche wird verhandelt.
Djundja nimmt übrigens die Salzburg Linien in Schutz: „Die müssen sich an den Bescheid halten. Sie haben leiser gedreht. Das ist bei der hohen Frequenz aber leider egal.“
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