Jubel in Graz! Der SK Sturm gewann am Sonntagabend zum Abschluss der sechsten Bundesliga-Runde das Spitzenspiel gegen den LASK mit 2:1 – und vergab am Ende sogar noch einen Elfmeter. Die Linzer bleiben an der Tabellenspitze, müssen aber die ersten Saisonniederlage hinnehmen.
Gizo Mamageishvili (34.) und Debütant Oumar Diakite (59.) sorgten bei einem Gegentor von Krzystof Danek (45.+3) dafür, dass die Linzer in der sechsten Runde erstmals Punkte abgaben und die Tabelle damit nur noch punktgleich vor Rapid anführen. Die Steirer liegen vier Zähler hinter dem Spitzenreiter auf Rang vier.
Bei Sturm schaffte es Nelson Weiper „aus Gründen der Belastungssteuerung“, wie es offiziell hieß, nicht in den Kader, dafür standen die beiden Zugänge Joshua Quarshie und Valmir Matoshi in der Startformation. LASK-Coach Dietmar Kühbauer nahm im Vergleich zum 0:1 am vergangenen Dienstag in der Champions League bei AEK Athen nur eine Änderung vor – anstelle von Robert Ljubicic begann Danek. Sasa Kalajdzic saß wie in Griechenland zunächst auf der Bank.
Die erste Chance ging auf das Konto der Oberösterreicher. Kasper Jörgensen spielte einen Querpass zur Mitte, Christoph Lang vergab aus guter Position (2.). Zehn Minuten später hatte Schiedsrichter Sebastian Gishamer nach einem Foul von Jürgen Heil an George Bello bereits auf Elfmeter entschieden. Der Strafstoß wurde aber in einen Freistoß umgewandelt, weil die Videobilder zeigten, dass das Vergehen knapp außerhalb des Strafraums passierte.
Sturms 1:0 durch Konter
Auf der Gegenseite wurde es erstmals in der 16. Minute brenzlig, als Melayro Bogarde fast ein Kopfball-Eigentor fabrizierte. Sturm steigerte sich und hatte in der 26. Minute die große Chance auf das 1:0, doch Seedy Jatta scheiterte an LASK-Keeper Lukas Jungwirth. Wenig später durften die Grazer erstmals jubeln: Jatta gewann einen Zweikampf mit Bello, beim anschließenden Konter kam der Ball über Simon Seidl zu Mamageishvili, der Danek verlud und mit einem Schlenzer ins lange Eck erfolgreich war. Der LASK reklamierte danach heftig, aber vergeblich ein Foul von Jatta an Bello.
Davor wie danach wogte die Partie ständig hin und her. Beide Teams suchten den schnellen Weg nach vorne, was sich zunächst für den LASK bezahlt machen sollte. Nach einem hohen Ball in den Sechzehner gab es ein Missverständnis zwischen Goalie Danijl Chudjakow und Arjan Malic, Danek staubte per Volley ab.
Auch in der zweiten Hälfte lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, wobei den Hausherren der entscheidende Punch gelang. Nach einem weiten Pass von Malic entwischte der kurz zuvor für den offenbar an der Schulter verletzten Jatta eingewechselte Diakite in seinem ersten Pflichtspiel für Sturm der LASK-Abwehr, überlupfte Jungwirth und schob zum 2:1 ein.
Kalajdzic ließ Chance aufs 2:2 aus
Kühbauer reagierte unter anderem mit der Einwechslung von Kalajdzic, der dem Ausgleich in der 64. Minute ganz nahe kam. Sein Schuss aus kurzer Distanz wurde jedoch von Malic vor der Linie geklärt. Der LASK bemühte sich weiter um den Ausgleich, doch die besten Chancen in der Schlussphase fand Sturm vor – Jungwirth klärte einen Abschluss von Matoshi (87.) und „Joker“ Otar Kiteishvili schoss einen Elfmeter über das Tor (97.). Davor war Filip Rozga von Xavier Mbuyamba zu Fall gebracht worden.
SK Sturm Graz – LASK 2:1 (1:1)
Graz, Stadion Graz-Liebenau, 15.649, SR Gishamer
Tore: 1:0 (34.) G. Mamageishvili
1:1 (45.+3) Danek
2:1 (59.) Diakite
Sturm: Chudjakow – Heil, Vallci, Quarshie, Malic – S. Seidl (61. Kiteishvili), Matoshi, Gorenc Stankovic (77. Weinhandl), Hödl – Jatta (50. Diakite), G. Mamageishvili (61. Rozga)
LASK: Jungwirth – Mbuyamba, Tornich, Andrade – Jörgensen (82. Flecker), Bogarde (77. Schöpf), Horvath, Bello – Danek (60. Kalajdzic) – Usor, Lang (60. Ljubicic)
Gelbe Karten: Heil, Kiteishvili, Rozga bzw. Danek, Bogarde, Horvath
Anm: Kiteishvili schoss einen Elfmeter übers Tor (97.).
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