Die jemenitischen Huthi-Miliz hat Angriffe in Saudi-Arabien durchgeführt und dabei Dutzende Menschen verletzt. Auch Frauen und Kinder sollen sich unter den Opfern befinden. Attacken auf Energieanlagen hätten im Süden des Landes zudem mehrere Brände ausgelöst.
Durch die Angriffe der Houthi seien insgesamt 73 Zivilisten verletzt worden, erklärte der gemeinsame Führungsstab der von Saudi-Arabien angeführten Anti-Houthi-Militärkoalition . Es würden „alle notwendigen Maßnahmen und Schritte“ ergriffen, um auf die „Quellen der Bedrohung zu reagieren und ihre Gefahr zu neutralisieren“, hieß es weiter.
Das offizielle Houthi-Medium „Ansarollah“ hatte zuvor im Online-Dienst Telegram erklärt, bei den Angriffen seien der internationale Flughafen Abha im Süden Saudi-Arabiens, der Luftwaffenstützpunkt King Khalid im Südwesten sowie Anlagen des staatlichen saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in den Städten Abha und Jizan getroffen worden.
Die Raffinerie in Jizan gehört dem saudi-arabischen Ölkonzern Saudi Aramco, einem der wertvollsten Unternehmen der Welt. Aramco liefert täglich Millionen Liter Rohöl über die Ost-West-Pipeline, die Anlagen des Unternehmens am Persischen Golf mit den Exportterminals am Roten Meer verbindet.
Laut einem Vertreter des saudi-arabischen Energieministeriums am Dienstag laut der Nachrichtenagentur SPA hätten die Brände zu einer „vorübergehenden Unterbrechung bestimmter Abläufe“ geführt.
Stellvertreterkrieg angeheizt durch Iran-Krieg der USA
Die Houthi kontrollieren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa sowie Gebiete an der Grenze zu den saudi-arabischen Provinzen am Roten Meer. Die von Teheran unterstützte Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und griff seither nach eigenen Angaben saudi-arabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich an. Die Miliz zog den Jemen damit in den Ende Februar begonnenen Krieg Israels und der USA gegen den Iran hinein.
Die Houthi dagegen meldeten saudische Angriffe im Gouvernement Al-Jawf im Nordwesten des Jemen – dort seien 14 Menschen getötet oder verletzt worden. Auch ein Gefängnis sei getroffen worden. Mehrere Häftlinge seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Weitere Personen sollen sich noch unter den Trümmern befinden.
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