Dieser Tage starten die Schulen aus den Sommerferien in das neue Unterrichtsjahr. Der Innviertler Hersteller Furthner stattet rund 70 Prozent aller Bildungsstätten in Österreich mit Tafeln aus. Früher waren sie noch aus Holz, heute sind sie digital.
Digital statt Kreide: Die Zeiten in den Klassenzimmern ändern sich. Das merkt auch Österreichs größter Hersteller von Schultafeln: Die Firma Furthner aus Zell an der Pram im Innviertel stattet laut eigenen Angaben rund 70 Prozent aller heimischen Bildungsstätten aus.
Der Verkaufsschlager ist mittlerweile eine kombinierte Tafel-Variante: An den beiden Seiten kann nach wie vor mit Kreide geschrieben werden, doch in der Mitte ist nun ein 86 Zoll großes Touchdisplay verbaut. „Das sieht man schon in Volksschulen“, sagt Michael Baumgartner, Geschäftsführer von Furthner. „Wir verkaufen rund 1000 Stück dieser kombinierten Variante pro Jahr“ – damit hat sie bei Neuanschaffungen die klassische Kreidetafel überholt. Eine gute Entwicklung? „Ich glaube ja“, sagt Baumgartner. „Im Geografie-Unterricht zum Beispiel habe ich ganz andere Möglichkeiten und muss nicht ständig ins Landkarten-Kammerl gehen.“
Im Geografie-Unterricht zum Beispiel habe ich ganz andere Möglichkeiten und muss nicht ständig ins Landkarten-Kammerl gehen.

Michael Baumgartner, Geschäftsführer der Firma Furthner
Bild: Furthner Schultafeln GmbH
Schulen wollen nicht ganz auf Kreide verzichten
Wobei: Ganz auf Kreide verzichten wollen die Schulen nicht. „Vor zehn Jahren haben bei den ersten Versuchen einige Schulen gesagt: ,Wir wollen papierlos werden und nur mehr Bildschirme.’ Es hat nur zwei bis drei Wochen gedauert, dann mussten wir klassische Produkte nachliefern.“
Von Holz über Glas zu Stahlblech
Die Firma Furthner wurde 1952 gegründet. Die ersten Tafeln waren aus Holz. „Später kamen Glastafeln. Das waren die Tafeln mit dem besten Schreibgefühl. Aber es hat viele Glasbrüche gegeben, und die Tafeln waren irrsinnig schwer“, erzählt Baumgartner. Seit den 1970er-Jahren besteht das Material aus emailliertem Stahlblech – nun eben ergänzt mit Touchdisplays.
Furthner hat 34 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von rund fünf Millionen Euro. Neun von zehn Kunden des Unternehmens sind Schulen und Universitäten, aber auch andere Firmen und das Bundesheer werden beliefert. 95 Prozent der Erlöse erwirtschaftet Furthner in Österreich.
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