Der Fan, der den Faustschlag-Eklat in der 1. Klasse Ost bei St. Marien versus Wartberg verursachte, konnte den Gästen zugeordnet werden. Diese führten in der Nachspielzeit mit 2:0 und müssen nun nach Entscheidung des OEFV ein 0:3 hinnehmen. Grund: Der Klub haftet für seine Anhänger.
Diese Nachricht schockierte am Montag das ganze oberösterreichische Unterhaus: Nachdem ein Spieler von St. Marien in der 1. Klasse Ost in der Nachspielzeit beim Stand von 0:2 eine Rote Karte erhalten hatte, stürmte ein verrückter Anhänger von Wartberg/Krems auf den Platz und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Der Gewalt-Eklat hat für den Verein des Idioten-Fans nun drastische Folgen: Der OEFV entschied am Donnerstagabend, dass das Spiel statt 0:2 mit 3:0 für das Heimteam aus St. Marien gewertet wird!
„Der Verein Wartberg haftet für seine Fans!“
„Der Verein Wartberg war für das Verschulden dieses Angriffs verantwortlich und haftet für seine Fans. Der Fan konnte dem Verein klar zugeordnet werden. Wir haben uns nach der ÖFB-Rechtspflegeordnung ausgerichtet“, erklärt OEFV-Geschäftsführer Raphael Oberndorfinger.
Damit nicht genug: Im anschließenden Handgemenge wurde ein St. Mariener Ordner verletzt, der Übeltäter war, wie sich herausstellte, ein Kicker der Wartberger Reserve. Er wurde vom Verbandsanwalt angezeigt: „Das wusste der Schiri im ersten Moment gar nicht und haben wir erst jetzt herausgefunden“, so Oberndorfinger.
Im Match gab es außerdem zwei Platzverweise, die Sanktionen sehen wie folgt aus: Der Wartberger, der einen Torraub begangen hat, wird ein Spiel gesperrt, sein Kontrahent, der Opfer der Faustschlag-Attacke wurde und zuvor wegen einer Tätlichkeit vom Platz geflogen war, muss fünf Spiele lang zuschauen.
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