Blaue Herbstkampagne

So will die Landes-FPÖ im Spitalswesen einsparen

Oberösterreich
10.09.2026 14:41
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Die FPÖ startet mit einer Plakatkampagne in den Herbst und präsentiert ihr erstes Wahlkampfthema: Aus Spitalsambulanzen sollen Wahlarztordinationen werden, lautet die Forderung. So werde das Landesbudget entlastet, weil für den niedergelassenen Bereich nicht das Land, sondern die Sozialversicherungen zuständig sind.

Ein breit lächelnder Landes-FPÖ-Chef und der Slogan „Heimat braucht Haltung“: LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner hat am Donnerstag in Linz Teil eins der blauen Plakat-Herbstkampagne präsentiert.

Seit einigen Tagen hängen die entsprechenden Plakate in Oberösterreich. Drei „konkrete Konzepte aus unterschiedlichen Politikbereichen“ soll es in den kommenden Wochen geben. Den Auftakt machte der Themenkomplex medizinische Versorgung und Gesundheit. Mit 1,72 Milliarden Euro ist dieser Bereich der größte Anteil am Landesbudget mit zehn Milliarden Euro. Demografische Entwicklung und medizintechnischer Fortschritt werden die Kosten weiter in die Höhe steigen lassen, aber auch „Fehlentwicklungen“, sagt Haimbuchner.

Krankenhaus keine „zentrale Eintrittspforte“
Das teure Krankenhaus sei „zentrale Eintrittspforte“ für alle Patienten geworden. Um eine Steuerung zu erreichen, sollen laut Vorstellung der FPÖ die Spitalsambulanzen durch vorgelagerte Wahlordinationen ersetzt werden. Der niedergelassene Arzt entscheide dann über die weitere medizinische Versorgung. Damit dem Patienten keine Mehrkosten entstehen, müsste das Land den Selbstbehalt beim Wahlarzt übernehmen, so Haimbuchner: „Das Land würde sich Kosten sparen, indem die Sozialversicherung ihrer verpflichteten Leistung nachkommt.“

„Nursing-Only-Stationen“
Außerdem gehöre der hausärztliche Notdienst nachts, wenn die vorgelagerten Ordinationen geschlossen sind, dorthin in diese Räumlichkeiten, schlägt Haimbuchner vor. Diese Ressourcen sollten dem hausärztlichen Notdienst zur Verfügung gestellt werden. Um bei den teuren Krankenhausaufenthalten einzusparen, sollte auch bei den Entlassungen umstrukturiert werden. Personen, die keine Akutversorgung mehr benötigen, aber aus einem Grund nicht entlassen werden können, müssten auf „Nursing-Only-Stationen“ verlegt werden. Dort finde keine kostenintensive medizinische Akutversorgung statt.

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