Belvedere 21

Kunst im Dialog zwischen Mensch und Maschine

Kultur
30.09.2026 15:38
Porträt von Carola Leonie Müller
Von Carola Leonie Müller

Künstliche Intelligenz prägt die (Kunst)Welt. Mit der Ausstellung „Come, Sit, Stay“ untersucht die chinesische Künstlerin Miao Ying im Belvedere 21 den Umgang der Gesellschaft mit diesen digitalen Systemen – mit künstelrischen Mitteln.

Von wem ihre Arbeiten stanmmen, das ist bei Miao Ying nicht auf den ersten Blick eindeutig. Auf zwei massiven Bildschirmen erzeugen im Zentrum der Ausstellung zwei KI-Systeme farbenfrohe, leuchtende Bildwelten. Allerdings auf der Grundlage von Daten, die Miao Ying zuvor selbst eingespeist hat. Die Basis der Installation „Perfect Sameness Makes Difference“ stammt also von der Künstlerin, die unzähligen konkreten Bilder erschafft die KI. Das Belvedere 21 widmet der chinesischen Künstlerin aktuell die Ausstellung „Come, Sit, Stay“.  

Werke mit Botschaft
Miao Ying geht in ihren Arbeiten viele teils digitale Wege: In der Werkreihe „Glorious magic“ strahlen ursprünglich digitale Bilder, die anschließend abgemalt wurden. Schlussendlich finalisierte die Künstlerin die Bilder dann wieder mit einer Lasur, um sich das digitale Material künstlerisch anzueignen. „Sie benutzt die KI als Basis für ihre Malerei“, so der Kurator der Ausstellung Sergey Harutoonian. Mit ihrem Werk zeigt Miao Ying damit auf beeindruckende Weise, wie eine Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine möglich sein kann.

Hinter den abstrakten Bildern und Installationen in „Come, Sit, Stay“ verbirgt sich eine hoffnungsvolle Perspektive auf den menschlichen Umgang mit der KI. Besonders die durchdachte Herangehensweise der Künstlerin beeindruckt. Jede Installation enthält eine Botschaft – die einem jedoch mitunter erst durch die Beschreibungen bewusst wird.

Mit viel Humor auf Augenhöhe
Auf eine humorvolle Art und Weise versucht Miao Ying die Besucher dort abzuholen, wo sie sind – und ihnen die Angst vor der scheinbar übermächtigen KI zu nehmen. Auch Augenzwinkern darf dabei nicht fehlen: So stellt sie in der Schau unter anderem den Versuch, KI zu kontrollieren, den Prinzipien der Hundeerziehung gegenüber.

Für all jene, die das Thema KI fasziniert – oder denen intelligente Systeme vielleicht noch wie Magie erscheinen – steht „Come, Sit, Stay“ noch bis 7. Oktober im Belvedere 21 offen.

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