Weltpremiere an der Brennerroute: An der OMV-Station im Gewerbepark Süd in Kufstein geht erstmals das neue Siemens-Ladesystem „SICHARGE FLEX“ in Betrieb. Der Standort soll zum Schlüsselpunkt für das Hochleistungsladen von Pkw und schweren E-Lkw auf einer der wichtigsten Transitachsen Europas werden.
Am OMV-Standort in Kufstein ist das weltweit erste kommerziell eingesetzte „SICHARGE-FLEX“-System von Siemens gestartet. Vier Ladepunkte stehen Pkw, zwei schweren E-Lkw zur Verfügung – jeweils mit bis zu 400 kW. Später sollen vier weitere Lkw-Punkte mit 600 bis 1500 kW folgen.
Die Lage an der Brennerroute macht Kufstein zum strategischen Testfall. Gerade im Schwerverkehr entscheidet neben der Reichweite vor allem die Ladezeit über die Wirtschaftlichkeit.
E-Lkw mit Megawatt-Power auf die Brennerroute
Ein moderner E-Lkw mit 620-kWh-Batterie kann laut Siemens in rund 45 Minuten von 20 auf 80 Prozent geladen werden – also während einer regulären Fahrpause. „Die Infrastruktur ist da, wir warten auf die Kunden“, sagt OMV-Retail-Chef Michal Kubinec. Siemens-Manager Marcel Rümenapf verweist auf die Technik: Bis zu 1,68 Megawatt – 1,68 Millionen Watt – können dynamisch auf mehrere Fahrzeuge verteilt werden.
OMV betreibt in Österreich bereits mehr als 20 Standorte, an denen auch schwere Elektro-Lkw laden können.
Zumtobel setzt weiter auf die Schiene als Rückgrat
Für Verkehrslandesrat René Zumtobel bleibt zugleich klar: „Die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene hat höchste Priorität.“ Jener Verkehr, der dort nicht Platz findet, soll künftig verstärkt elektrisch fahren.
OMV will den Ausbau fortsetzen und hat bereits weitere „SICHARGE-FLEX“-Anlagen für Österreich bestellt.
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