Ein 19-Millionen-Euro-Projekt der ÖBB für die neue Verladestelle in Deutschkreutz soll Lärmbelästigung stoppen.
Schluss mit Lärm und Betriebsbelastung rund um den Bahnhof: Ein Projekt, das in Deutschkreutz vieles verändern soll, nimmt Fahrt auf. Rund 19 Millionen Euro nehmen die ÖBB für die Verlegung der Güterverladung und die umfassende Modernisierung des Bahnhofs in die Hand.
Entlastung für die Menschen
Die neue Verladestelle entsteht außerhalb des Ortskerns. Was für Pendler und Bahnreisende mehr Komfort bedeutet, soll für Anrainer vor allem eines bringen: weniger Lärm und weniger Betriebsbelastung rund um den Bahnhof. „Die Verlegung der Güterverladung entlastet die Menschen in Deutschkreutz“, so Landesrat Heinrich Dorner.
Erste Vorarbeiten am künftigen Standort wurden bereits durchgeführt. Dabei erfolgten der Einbau einer Weiche sowie die Sanierung der dort bestehenden Eisenbahnkreuzung. Damit wurden die Grundlagen für die Verlegung geschaffen. Bis Juni 2027 soll die Errichtung der neuen Verladestelle abgeschlossen sein.
„Mobilität für die Menschen“
Danach kommt der Bahnhof Deutschkreutz an die Reihe. Von März bis November 2028 wird dieser umfassend modernisiert und barrierefrei gestaltet. „Wir investieren damit gezielt in eine moderne und barrierefreie Mobilität für die Menschen in der Region“, erklärt Infrastrukturminister Peter Hanke. Geplant sind ein barrierefrei erreichbarer Mittelbahnsteig, erneuerte Gleise und Weichen sowie ein neuer Bahnhofsvorplatz mit vier Bushaltestellen.
167 Parkplätze und 100 Rad-Stellplätze geplant
Auch für Pendler wird aufgerüstet: Rund 167 Pkw-Stellplätze, darunter Familien- und Frauenparkplätze, entstehen. Dazu kommen rund 100 überdachte Fahrradabstellplätze und Stellplätze für Motorräder. Bahn und Bus sollen besser verknüpft und Deutschkreutz als wichtiger Mobilitätsknoten der Region gestärkt werden. Erfreut ist auch Vizebürgermeister Jürgen Hofer: „Für Deutschkreutz ist dieses Projekt ein großer Gewinn.“
Im Zuge der Modernisierung sind allerdings Einschränkungen unvermeidbar. Eine erste Sperre mit Schienenersatzverkehr gab es im vergangenen Juli. Eine weitere soll dann von 29. Mai bis 4. September 2028 erfolgen.
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