Nachdem Alpine-Pilot Pierre Gasly seinen dritten Platz in Monaco verloren hatte, wittert dessen Teamchef eine Verschwörung. Einer der Richter, die für das Urteil verantwortlich sind, habe eine starke Verbindung zu McLaren, so Flavio Briatore. Die „Papayas“ wollen das so nicht stehen lassen ...
Hintergrund: Nach einem Tempoverstoß Gaslys in der Boxengasse von Monte-Carlo hatten sich mehrere Teams für eine nachträgliche Änderung des Rennergebnisses ausgesprochen. Tatsächlich wurde dem Franzosen eine Zeitstrafe aufgebrummt, statt auf dem dritten landete er auf letztlich auf dem siebenten Platz.
„Hat sich wie ein Chefankläger verhalten“
Ganz gerecht sei das Verfahren allerdings nicht abgelaufen, so Briatore. „Wir haben das Urteil akzeptiert, aber es war sehr komisch. Es gab vier Richter in diesem Panel. Einer davon hat sich wie ein Chefankläger verhalten. Das Problem ist, dass er eine starke Verbindung zu McLaren hat. Wir haben hier ein schönes Bild von diesem jungen Mann bei einer McLaren-Veranstaltung aus dem Jahr 2018 in Beverly Hills für eine Stiftung. McLaren hat da zwei oder drei Autos gespendet. Daher war es recht unfair mit dieser Verbindung, dass er uns dann auch angeklagt hat“, beschwerte sich der Italiener auf der Pressekonferenz der Teamchefs im Rahmen des Gran Prix in Monza.
Mit Andrea Stella war auch McLarens Teamchef anwesend, der 55-Jährige konterte die Vorwürfe seines Landsmannes: „Ich finde, dass diese Pressekonferenz in eine sehr beleidigende Richtung geht für McLaren und für den Ruf eines Teams, das sehr viel Respekt verdient. Wenn irgendjemand solche Vorwürfe erhebt, die doch sehr ernsthaft scheinen, dann müssen sie dafür die Verantwortung tragen für das, was sie in die Öffentlichkeit bringen.“ Die Anhörung des internationalen Berufungsgerichts sowie die Entscheidung sei unter den höchsten Standards durchgeführt worden. So oder so: Dass sich Briatore und Stella in Monza gut gelaunt bei einem gemeinsamen Abendessen zeigen, ist eher unwahrscheinlich ...
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