Virus-Alarm in Flachgauer Ställen! „Shamonda“ ist hierzulande angekommen und breitet sich unter unseren Kühen aus. Erkrankte Tiere geben wesentlich weniger Milch, weshalb auch wirtschaftlicher Schaden befürchtet wird. Für Menschen geht vom Virus keine Gefahr aus.
Durchfall, Fieber, wenig Milch und fehlender Appetit – auch in Salzburg macht das grassierende Shamonda-Virus den Kühen und den Bauern das Leben schwer. „Gnitzen, also ein bis drei Millimeter große Mücken, können diese Krankheit über weite Strecken übertragen“, sagt Landesveterinärdirektor Peter Schiefer auf „Krone“-Anfrage. In Salzburg sind derzeit nur Fälle im Norden des Bundeslandes bekannt.
Ein 100-prozentiger Schutz wird schwierig. Wesentlich ist, bei Symptomen nicht zu zögern und schnell eine Unterstützung durch einen Tierarzt heranzuziehen.
Landesveterinärdirektor Peter Schiefer
Da es sich nicht um eine meldepflichtige Tiererkrankung handelt, gibt es keine genauen Zahlen. „Bei uns sehen wir noch keinen so rasanten Verlauf wie etwa in der Schweiz oder in Süddeutschland“, so Schiefer.
Neben dem wirtschaftlichen Schaden, den die fehlende Milch anrichtet, kann das Virus bei Kälbern auch Missbildungen verursachen. „Wenn in Betrieben Symptome auftreten, sollten diese in der kommenden Geburtssaison ganz genau darauf achten“, sagt Schiefer.
Ansteckungsgefahr in Dämmerung am größten
Besonders groß ist die Ansteckungsgefahr in der Morgen- und Abenddämmerung. Zu diesen Zeiten sind Gnitzen sehr aktiv. Hilfreich ist, Kühe später aus dem Stall zu lassen und früher wieder hinein zu bringen. „Wenn der Infektionsdruck steigt, helfen auch Insektizide“, so der Veterinärdirektor. Neben Kühen kann das Virus auch Schafe, Ziegen und Alpakas befallen.
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