Der Jubel war nach Abpfiff riesengroß! Grödig zwang in einem engen Regionalliga-Derby Hallein knapp nieder. Ein Elfmeter entschied das Duell der Aufsteiger. Auch Schlusslicht Saalfelden atmete durch.
119 Tage nach dem letzten Duell in der Salzburger Liga trafen sich am Freitagabend Grödig und Hallein im Duell der Aufsteiger in der Regionalliga Nord. Die Untersberg-Crew sicherte sich am Ende einen Sieg. Sebastian Hölzl sorgte für die Entscheidung in einer engen Partie.
Grödig zu Beginn frech
In dieser versuchten die Grödiger früh in Führung zu gehen, wurden für ihren offensiven Start dann aber eiskalt bestraft. Oluwatosin Ayetigbo (12.) sorgte in der Anfangsviertelstunde für die Gästeführung und stellte auf 0:1. Der Meister der Salzburger Liga ließ sich davon aber nicht beirren, erspielte sich Chancen und durfte nach 31 Minuten erstmals jubeln. Daniel Leitz sorgte am Untersberg für den Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine Partie auf Messers Schneide. Hallein hatte Möglichkeiten, erneut in Führung zu gehen. Grödigs Nemanja Zikic traf nur die Querstange. Somit war es wenig verwunderlich, dass dieses Derby durch eine Standardsituation entschieden wurde. Nach einem Foul von Hallein-Schlussmann Alexander Hillebrand an Grödigs Alex Schwaighofer – Schiri Sebastian Stadler zeigte bei starkem Drittliga-Debüt sofort auf den Punkt – war es Sebastian Hölzl, der die Partie aus elf Metern in Richtung der Heimelf drehte.
„Wir waren in der ersten Halbzeit drückend überlegen. In der zweiten Hälfte war es dann enger. Da hatten wir dann eben den Lucky-Punch“, sagte Schwaighofer nach dem Derbydreier der „Krone“. Auf der Gegenseite wartet man nun schon seit über einem Monat auf einen Sieg. Halleins letzter Erfolg war am 1. August. „Ergebnistechnisch tut das natürlich weh. Heute hätten wir uns einen Sieg durchaus verdient gehabt“, meinte UFC-Coach Christoph Lessacher.
Kuchl verliert – Aufatmen im Pinzgau
Während sich Kuchl daheim Gurten mit 0:1 geschlagen geben musste, wurde am Steinernen Meer erstmals aufgeatmet. Der FC Pinzgau feierte unter Neo-Cheftrainer Thomas Eder den ersten Saisonsieg. Gegen die Amateure von Bundesliga-Klub Ried sicherten sich die Saalfeldener einen 2:0-Erfolg. Kapitän Philipp Zehentmayr (28.) – traf aus rund 50 Metern aus der eigenen Hälfte – und Joey Zottl (50.) brachten die Gastgeber gegen die Innviertler auf die Siegerstraße. „Wir haben ja zuletzt nie eine Packung bekommen. Aber Fußball ist eben Ergebnissport und deshalb tut es richtig gut“, sagte Torschütze Zottl, der seinen eigenen Treffer als „Genugtuung“ beschrieb.
Zu sehr jubeln wollte der Deutsche und Ex-Austrianer dann aber doch nicht. „Wir brauchen nicht zu glauben, dass wir den Bock umgehauen haben. Das ist eine Momentaufnahme und kommende Woche geht’s schon weiter“, warnte der Routinier vor einer Euphorie.
St. Johann biegt Seekirchen: „War eine Topleistung!“
Wie auch Grödig jubelte auch St. Johann über einen Derbysieg daheim. Die Pongauer zwangen Seekirchen mit 2:1 in die Knie. Ein Blitztreffer von Bercel Uzunov (1.) und Sandro Djuric (55.) sorgten für eine klare Führung, Lukas Can Hindler (71.) konnte schlussendlich nur noch verkürzen. „Wir brauchen 120 Prozent, um gegen Seekirchen zu gewinnen“, meinte Kapitän Lukas Beran vor der Partie. Und genau das brachte seine Mannschaft Freitagabend auch auf den Platz. „Das war wirklich eine Topleistung. Die haben wir gebraucht und am Ende auch gebracht“, war St. Johanns Cheftrainer Bernhard Kletzl zufrieden.
Die Schlussphase war dann aber noch einmal hektisch. „Das kann passieren, wenn man den Anschlusstreffer kassiert. Aber wir konnten glücklicherweise alles wegverteidigen“, schwärmte der Coach.
Grünau bei Leader gefordert
Zum Runden-Kehraus stehen sich am Dienstag noch Wallern und Grünau gegenüber. Weil die Oberösterreicher noch im ÖFB-Cup vertreten sind, wurde die Partie verlegt.
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