Berater mischen mit

Geld spielt auch bei Frauen-Transfers eine Rolle

Frauenfußball
04.09.2026 19:00

Das Transferfenster hat bis Winter in Österreich wieder geschlossen. Während bei den Männern auch heuer wieder Milliarden im Spiel waren,  geht bei den Frauen noch um deutlich kleinere Beträge. Außerdem sind die Gründe für einen Wechsel oft andere. Doch auch was Berater angeht, entwickeln sich die Frauen in Richtung der Männer . . .

Transferschluss im heimischen Fußball! Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen konnten bis Donnerstagabend noch Transfers getätigt werden, neue Spieler das Team verstärken. Damit ist jetzt aber Schluss. Während bei den Männern auch in diesem Sommer wieder Unsummen im Spiel waren (die Premier League gab rund 4,04 Milliarden Euro aus), ist bei den Frauen – vor allem hierzulande – deutlich weniger Geld im Spiel. Auch Berater spielen nicht so eine große Rolle wie bei den Männern.

Red Bull Salzburg verstärkte sich im Sommer gut
Doch wie in allen anderen Bereichen entwickelt sich auch in diesen Belangen der Frauen- hin zum Männerfußball. „Die besseren Spielerinnen haben alle Beraterinnen“, bestätigt Salzburgs Frauenboss Bernd Winkler. „Was die Geldbeträge betrifft, ist es humaner, aber man versucht natürlich auch hier einen Markt zu kreieren“, weiß der 47-Jährige. Auch Gründe für Transfers sind bei den Frauen teilweise noch andere. Denn weil sehr viele rot-weiß-rote Spielerinnen nebenbei einem Job oder einem Studium nachgehen, muss man sich einen Wechsel gut überlegen. So verließ Torfrau Lara Ritter Salzburg etwa, weil sie in Graz Medizin zu studieren beginnt. Vina Crnoja wollte sich voll und ganz auf den Fußball konzentrieren und wechselte für das Profi-Dasein in die Türkei.

Mit Lucia Orkic wechselte die ehemalige Kapitänin zu Meister Austria Wien. Auf der Zugangsseite konnte Winkler mit Maria Plattner (Bayern München II) eine Topspielerin holen, die wieder nach Österreich zurückkehren wollte. Und Lena Triendl ging mit Freund Simon Pirkl, der zu Austria Salzburg wechselte, in die Mozartstadt. Die allgemeinen Lebensumstände spielen bei Transfers im Frauenbereich also teilweise noch eine große Rolle, die man berücksichtigen muss. Trotz all dem zeigt sich Winkler zufrieden: „Wir sind gut aufgestellt!“

Nach den drei Härtetests in der Liga gegen Sturm, Austria und St. Pölten wartet am Samstag (17) mit dem Cup-Auftakt in Telfs wieder eine machbare Hürde. Als Vorjahresfinalist und Bundesliga-Klub gehen die Bullen selbstverständlich als klarer Favorit in das Duell. Die SG Tennengau ist gegen Leiblachtal zur selben Uhrzeit daheim in Golling gefordert.

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