Gebäude in Flammen

Geheimdienst-Zentrale in Kiew von Drohne getroffen

Ausland
04.09.2026 15:46
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Hauptquartier des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU ist am Freitagnachmittag eine russische Drohne eingeschlagen. In dem Gebäude im Zentrum der Hauptstadt Kiew ist ein Brand ausgebrochen, dichter Rauch stieg auf. Feuerwehrleute waren rasch vor Ort, mehrere Krankenwagen fuhren vor.

Der Angriff geschah am helllichten Tag. Um etwa 15 Uhr wurde der Laufalarm ausgelöst, 30 Minuten später waren Explosionen zu hören. Die Attacke habe „direkt“ auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj via Telegram.

Der Chef des Geheimdienstes, Oleksandr Poklad (52), hatte offenbar Glück, denn er hielt sich während des Einschlags nicht in seinem Büro auf. Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Witali Klitschko wurden bei dem Angriff im Stadtzentrum mindestens zwölf Menschen verletzt. AFP-Reporter sahen mehrere Krankenwagen nahe dem Gebäude im Herzen der ukrainischen Hauptstadt, aus dem Gebäude quoll dichter Rauch. 

Kiew sieht „schwere Eskalation“
Der Angriff auf die SBU-Zentrale stelle eine „schwere Eskalation“ dar und erfordere „entschlossene Antworten“, erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha. Moskau habe den Angriff gestartet, während gerade „ein neuer Vorstoß für Frieden“ laufe, betonte der Außenminister. Die russische Regierung demonstriere damit ihre „Ablehnung jeder Diplomatie“.

Am Donnerstag hatte Selenskyj erklärt, US-Präsident Donald Trump wolle seine Unterhändler zu neuen Gesprächen nach Moskau und Kiew schicken. Ein ukrainischer Regierungsvertreter sagte AFP am Freitag, Trumps Golfpartner Witkoff und der Präsidenten-Schwiegersohn Kushner würden am Sonntag in Kiew erwartet. Es wäre ihr erster Besuch in der ukrainischen Hauptstadt. Die beiden US-Gesandten waren bereits mehrfach nach Moskau gereist, um über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu sprechen.

Angriffe auch auf Odessa und im Schwarzen Meer
Die russischen Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge am Freitag außerdem zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer angegriffen. Sie hätten Waffen, Munition und andere militärische Ausrüstung für die Ukraine an Bord gehabt, hieß es am Freitag aus dem Verteidigungsministerium in Moskau.

Am Donnerstag hatte Selenskyj erklärt, US-Präsident Donald Trump wolle seine Unterhändler zu neuen Gesprächen nach Moskau und Kiew schicken. Ein ukrainischer Regierungsvertreter sagte AFP am Freitag, Trumps Golfpartner Witkoff und der Präsidenten-Schwiegersohn Kushner würden am Sonntag in Kiew erwartet. Es wäre ihr erster Besuch in der ukrainischen Hauptstadt. Die beiden US-Gesandten waren bereits mehrfach nach Moskau gereist, um über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu sprechen.

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs waren die Bemühungen des US-Präsidenten um eine Verhandlungslösung im Ukraine-Krieg in den vergangenen Monaten ins Stocken geraten.

Der Angriff auf die SBU-Zentrale stelle eine „schwere Eskalation“ dar und erfordere „entschlossene Antworten“, erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha. Moskau habe den Angriff gestartet, während gerade „ein neuer Vorstoß für Frieden“ laufe, betonte der Außenminister. Die russische Regierung demonstriere damit ihre „Ablehnung jeder Diplomatie“.

Am Donnerstag hatte Selenskyj erklärt, US-Präsident Donald Trump wolle seine Unterhändler zu neuen Gesprächen nach Moskau und Kiew schicken. Ein ukrainischer Regierungsvertreter sagte AFP am Freitag, Trumps Golfpartner Witkoff und der Präsidenten-Schwiegersohn Kushner würden am Sonntag in Kiew erwartet. Es wäre ihr erster Besuch in der ukrainischen Hauptstadt. Die beiden US-Gesandten waren bereits mehrfach nach Moskau gereist, um über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu sprechen.

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs waren die Bemühungen des US-Präsidenten um eine Verhandlungslösung im Ukraine-Krieg in den vergangenen Monaten ins Stocken geraten.

Russland griff in der Nacht auf Freitag auch Energieinfrastrukturanlagen in der südukrainischen Region Odessa an. Das ukrainische Energieministerium warnte deshalb vor möglichen Netzeinschränkungen. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, sagte zuvor, bei dem Angriff sei ein Mensch getötet worden. Mindestens fünf Menschen seien verletzt worden. In den vergangenen Wochen hat Russland die Region Odessa wiederholt angegriffen und sich auf die Hafen- und Energieinfrastruktur konzentriert.

Zwei Tote bei ukrainischen Angriffen
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Brjansk wiederum sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Außerdem brannte ein Öldepot in der von Russland besetzten Schwarzmeer-Hafenstadt Sotschi.

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