Aus Wasser gezogen

Helle Empörung um totes Delfinbaby in Ceuta

Ausland
04.09.2026 15:35
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ceuta kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Ansturm Zehntausender Migranten Ende Juli harren immer noch zahlreiche Flüchtlinge in der spanischen Exklave im Norden Afrikas aus. Nun sorgen Bilder eines toten Delfinbabys, das junge Männer in die Höhe halten, für Empörung. Wie das Tier starb, ist jedoch unklar.

Auf Bildern und Videos, die in sozialen Medien viral gehen, ist zu sehen, wie am Strand von Trampolin Einheimische mit einer Gruppe junger Männer streiten. Die nordafrikanischen Migranten stehen am Ufer, umringen ein regungsloses Delfinbaby, ziehen es aus dem Wasser und halten es jubelnd in die Höhe.

Unklar, wie Tier zu Tode kam
Wie genau das Tier starb, ist unklar und auf den Aufnahmen auch nicht ersichtlich. Während in manchen Berichten behauptet wird, die Flüchtlinge hätten es im flachen Wasser gejagt und mit einem Stock erschlagen, versicherten die Männer, sie hätten es bereits tot aufgefunden. Am Anfang des Videos scheint der Delfin jedenfalls noch zu zucken.

Fest steht jedenfalls, dass der Delfin umringt von Männern wie eine Trophäe präsentiert wurde. Immer wieder wird der kleine Säuger berührt. Die Aufnahmen stammen von einem Influencer namens Juan Ruiz. Er schritt ein und erklärte: „Das dürft ihr nicht anfassen, das ist ein Delfin“. Sein Appell, das Tier in Ruhe zu lassen, endete damit, dass es zurück ins Meer gebracht wurde. Es folgen abschließende Worte von Juan Ruiz, der Delfin selbst ist nicht mehr zu sehen.

Art streng geschützt, hohe Strafen drohen
Spanischen Umweltschützern zufolge handelt es sich um einen Großen Tümmler, eine vom Aussterben bedrohte Art, die per Gesetz geschützt ist. Für Verstöße dagegen drohen je nach Schwere Geldstrafen zwischen 200.000 und 2 Millionen Euro. Zusätzlich können Freiheitsstrafen verhängt werden.

Am 30. und 31. Juli waren rund 72.000 Migranten von Marokko nach Ceuta geschwommen oder über Grenzzäune geklettert. Die meisten kehrten binnen Stunden zurück. Jedoch waren auch gut einen Monat später noch etwa 5000 Migranten in dem Gebiet. Davon seien 1200 Minderjährige.

Ein Teil der Einheimischen demonstriert zunehmend gewalttätig gegen die wochenlange Anwesenheit derart vieler Migranten. Die Regierung Sánchez steht deshalb unter starkem Druck.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung