Das Grundrauschen, die Unruhe in den beiden einstigen Großparteien ÖVP und SPÖ, wird lauter. Parteiintern gehegte Hoffnungen, die Auftritte von ÖVP-Kanzler Christian Stocker und SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler in diversen Sommergesprächen könnten ihre Positionen stärken, haben sich nicht erfüllt.
So reift die Erkenntnis, dass von diesen beiden Herren an der Spitze der Parteien und der Bundesregierung bei den anstehenden Landeswahlen in Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich und Kärnten nicht nur kein Rückenwind zu erwarten ist. Sondern, dass eisiger Gegenwind aus Wien die drei schwarzen und den einen roten Landeshauptmann hinwegfegen könnte.
Wer soll übernehmen?
Und das Unbehagen mit der Partei- und Regierungsspitze zieht über die in näherer Zukunft zur Wahl stehenden Bundesländer hinaus viel weitere Kreise. Auch im Rest Österreichs sieht man die Felle davonschwimmen.
Die Sorge, mit Stocker und Babler an den Spitzen ihrer Parteien und an der Spitze des Staates im eigenen Land nichts gewinnen zu können, beflügelt Gerüchte, lässt Pläne schmieden. So werden verschiedenste Namen auf der Kandidatenbörse gehandelt – von Zeiler über Kern auf roter, Köstinger, Mikl-Leitner bis Hattmannsdorfer auf türkis-schwarzer Seite.
Ob eine oder einer der Genannten sich das antut? Nur, wenn er oder sie realistische Chancen sieht, gegen Herbert Kickl und die blauen Überflieger bestehen zu können.
Ein Himmelfahrtsjob.
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