Glück im Unglück hatte ein deutscher Urlauber, als der Akku seines E-Bikes in Ferndorf plötzlich aufgab – und die eigene Muskelkraft für den Rückweg nicht mehr ausreichte. Eine Geschichte mit Happy End.
Jürgen Feldhoff liebt Kärnten. Seit 25 Jahren verbringt der Deutsche aus Datteln, einer Stadt im Ruhrgebiet, jeden Sommer am Campingplatz in Döbriach. Und wenn er da ist, nutzt er jeden Morgen für eine ausgiebige Schwimmrunde im idyllischen Millstätter See. Danach steigt Feldhoff gerne aufs E-Bike und erkundet die Gegend.
So auch kürzlich: Nach 98 Kilometern mit reiner Muskelkraft legte der Urlauber eine Trinkpause ein, um danach auf Akkubetrieb umzusteigen. Doch der Akku wollte nicht – nichts ging mehr. „Ich hätte noch von Ferndorf über den Glanz nach Döbriach fahren müssen, aber der menschliche Akku war auch ,out of order‘“, so der 68-Jährige. Am späten Samstagnachmittag fuhr in dieser Gegend kein Bus mehr, an ein Weiterkommen war nicht zu denken.
„Ein bisschen verzweifelt war er schon“
Gestrandet überlegte Feldhoff, wie er zurück zu seinem Campingplatz kommen könnte. Just in diesem Moment bog ein Go-Mobil um die Ecke – auf dem Weg, zwei Frauen im Ferndorfer Freibad abzuholen. Der Lenker des gemeinnützigen Fahrdienstes, der die Menschen in 42 Kärntner Gemeinden von A nach B bringt, sah den Radfahrer wild mit den Armen fuchteln.
„Ein bisschen verzweifelt war er schon“, erinnert sich Ingo Steiner, der seit zwei Jahren als Fahrer in Fresach dabei ist. Feldhoff zeigt sich dankbar: „Ingo war meine Rettung. Sonst würde ich wahrscheinlich jetzt noch schieben.“ Der Kärnten-Fan betont: „Ich möchte mich an dieser Stelle einmal für die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Kärntnerinnen und Kärntner bedanken.“ Die Nummer des Go-Mobils hat er jetzt abgespeichert: „Man weiß ja nie!“
An die 180.000 Gäste-Beförderungen pro Jahr
Das Go-Mobil gibt es in Kärnten seit 27 Jahren – es ist Österreichs größtes gemeinnütziges Mobilitätsmodell für Landgemeinden. Dank des Fahrdienstes kommen Gäste unkompliziert zum Arzt, ins Gasthaus, zum Sport oder zur Kirche und wieder nach Hause. Pro Jahr werden etwa 180.000 Personen befördert. Erreichbar ist das Go-Mobil unter der 0664 603 603 plus die Postleitzahl der jeweiligen Gemeinde als Durchwahl.
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