Mamma mia, was für ein Wahnsinns-Auftritt! Am Mittwochabend wurden die 83. Filmfestspiele von Venedig offiziell eröffnet – mit niemand Geringerem als George Clooney als DEM Star des Abends. Der durfte sich zum Auftakt nicht nur seinen Goldenen Löwen fürs Lebenswerk abholen, sondern sorgte mit seiner Amal auch für ein wahres Blitzlichtgewitter am Lido.
Clooney, elegant im schwarzen Anzug mit Fliege, war an diesem Abend gewohnt gut gelaunt und ließ sich sogar zu einem Gruppenfoto mit den zahlreichen Fotografen am roten Teppich hinreißen.
Kein Wunder, immerhin war dies ja auch ein besonderer Abend für den Hollywoodstar, der für sein Lebenswerk geehrt wurde. Und überdies hatte Clooney im Vorfeld ja geschwärmt, dass das Filmfestival von Venedig zu seinem liebsten Festivals gehöre.
Amal strahlte an Clooneys Seite
Für einen wahren Glamour-Moment am roten Teppich sorgte aber wie immer Clooneys schöne Ehefrau Amal. Die Menschenrechtsanwältin hatte sich für den diesjährigen Auftritt am Lido für eine Robe in klassischem Schwarz entschieden, die ihre schlanke Silhouette wunderschön betonte.
Besonderes Highlight: ein langer Schlitz auf der Rückseite des Kleides, der für einen zusätzlichen Hingucker sorgte. Dazu kombinierte Amal eine schwarze Clutch sowie ausgewählten Diamantschmuck. Das schönste Accessoire des Abends war aber ohnehin ihr strahlendes Lächeln.
Dern ehrte „Legende“ Clooney
George Clooney sei eine echte „Legende“, erklärte Laura Dern schließlich in ihrer Laudatio, aber vor allem ein „Mann größter Menschlichkeit“. Und zudem sei ihr Freund George „einer der lustigsten Menschen, die man kennenlernen kann“ – und natürlich auch „einer der attraktivsten“. Nicht umsonst trage Clooney ja den Titel „Sexiest Man Alive“, fügte Dern mit einem Lächeln an.
Doch Clooney sei für sie noch mehr: Er sei ein guter Freund – ein Freund, wie man ihn sich nur wünschen kann. Sie erzählte auch, was Freunde Clooneys ihr für die Rede mitgegeben hätten. So zum Beispiel Brad Pitt, der ihr gesagt habe: „Georges Geschichten werden mit jedem Mal besser. Er altert so würdevoll wie ein alter Gouda. Er kann fast alles (...) und macht es besser als jeder von uns. Aber bitte, bitte haltet ihn von der Tanzfläche fern.“
Clooneys Menschlichkeit zeige sich auch am Set: Seine Kollegen schätzten Clooney nämlich als wahren Teamplayer, der sich auch nicht zu schade sei, anzupacken. „Er ist als Schauspieler der beste Partner, den ein Regisseur haben kann“, erklärte Dern weiter – und verriet auch das Erfolgsrezept des Schauspielers, das eigentlich ganz simpel sei: „George Clooney ist ein großer Filmstar, weil er ein guter Schauspieler ist.“
Clooney mit Liebeserklärung an Amal
Wenn man den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk bekomme, habe man nur zwei Gedanken, scherzte Clooney schließlich, nachdem er den Preis überreicht bekommen hatte: „Was für eine große Ehre. Und: Was wissen sie, was ich nicht weiß? Ihr habt mit meinen Ärzten gesprochen, richtig?“, fuhr der 65-Jährige mit einem Augenzwinkern fort.
Doch Clooney schlug in seiner Dankesrede auch ernste Worte an. Es seien Zeiten, in denen „Leute an der Macht, also diejenigen mit dem meisten Geld“, anderen weismachen wollten, dass jeder Mensch anders ist – und jeder den anderen fürchten müsse. Dabei seien wir gar nicht so verschieden, räumte Clooney ein: Jeder von uns würde lachen und weinen, lieben, Eltern würden sich Sorgen machen und Kinder dieselben Träume haben – egal, welche Sprache man spreche.
Er betonte die verbindende Kraft von Filmen, die Empathie förderten sowie Ängste und autoritäres Denken infrage stellten. „Geschichten sind immer gefährlich für Menschen, die mit Angst handeln“, sagte er. „Diejenigen, die Angst vor Büchern, Musik und Geschichten haben, sind niemals die Helden der Geschichte. Ja, Filme beenden keine Kriege. Sie senken nicht die Inflation. Sie beeinflussen keine Wahlen. Aber sie bewirken etwas Bemerkenswertes: Sie erinnern uns daran, dass wir nicht allein sind.“
Am Ende seiner Rede machte Clooney schließlich seiner Ehefrau Amal sowie seinen Zwillingen Alexander und Ella eine wunderschöne Liebeserklärung.
Promi-Gedränge am Red Carpet
Das Gedränge am roten Teppich war am Mittwochabend erwartungsgemäß hoch: Neben Jury-Präsidentin Maggie Gyllenhaal, die fleißig Autogramme schrieb und geduldig für die Fotografen posierte, wurden auch Laura Dern, „Bridgerton“-Star Jonathan Bailey sowie „Lady in Red“ Claire Foy, Jack O‘Connell und Guy Pearce, die später im Eröffnungsfilm „Ink“ zu sehen waren, bejubelt.
Für die nötige Glamour-Draufgabe sorgten zudem die Topmodels Alessandra Ambrosio, Stella Maxwell und Bianca Balti.
Kritik an US-Regierung
Noch vor der glanzvollen Eröffnung am Lido kritisierte Clooney die politische Lage in den USA scharf und verwies auf die Zwischenwahlen im November als möglichen Wendepunkt. „Es ist nicht einfach, in einem Land zu leben, das von den am wenigsten dafür geeigneten Menschen geführt wird“, sagte der Hollywoodstar bei der Pressekonferenz der Filmfestspiele.
Die Midterm-Wahlen im November würden ein Moment sein, um Bilanz zu ziehen. „Wenn alles gut läuft, werden wir zu einer Situation größerer Normalität zurückkehren“, meinte Clooney, der dabei den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump nicht beim Namen nannte.
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