Souveräner Auftritt

Salzburgs „Bullen“ nehmen Rapid auf die Hörner

Bundesliga
02.09.2026 22:24
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Zweimal Haris Tabaković und je einmal Nikolas Veratschnig, Edmund Baidoo sowie Karim Konaté – der FC Red Bull Salzburg hat in einem Nachtragsspiel der 4. Runde von Österreichs Bundesliga dank dieses Quartetts einen klaren 5:1-Heimsieg gegen den zuvor noch makellosen SK Rapid einfahren können!

Die Hütteldorfer wurden in der Tabelle vom ehemaligen Serienchampion, der weiter unbesiegt ist, überholt. Die Salzburger sind mit 13 Punkten neuer erster Verfolger von Leader LASK (15). Rapid hält als Dritter bei zwölf Punkten.

Die Gastgeber revanchierten sich vor 12.153 Zuschauern in Wals-Siezenheim eindrucksvoll für zuvor drei 0:1-Niederlagen im direkten Duell. Tabaković zeigte sich früh in Torlaune (4., 21.) und erhöhte sein Konto auf acht Pflichtspieltore. Zudem trugen sich auch Kapitän Veratschnig (15.), Baidoo (46.) und Konaté (90.) in die Schützenliste ein. Damit wurde nach der Austria (4:1) auch der nächste Wiener Großklub ordentlich in die Schranken gewiesen. Den Rapidlern gelang durch Kapitän Matthias Seidl (51.) zumindest Ergebniskosmetik.

Je zwei personelle Veränderungen
Salzburg-Trainer Danny Röhl nahm gegenüber dem Sieg gegen die Austria zwei Änderungen vor. Der angeschlagene Damir Redzic wurde durch Baidoo ersetzt, in der Innenverteidigung bekam Valentin Zabransky gegenüber Tim Drexler den Vorzug. Auch Rapids Startelf war an zwei Positionen verändert. Seidl rückte nach dem Abgang von Romeo Amane zu Anderlecht wieder ins Mittelfeldzentrum, Ercan Kara begann als Solospitze, Marco Tilio saß vorerst nur auf der Bank. Von dort sah er einen kapitalen Fehlstart seiner Truppe.

Rapid begann zwar mutig, wurde aufgrund defensiver Nachlässigkeiten aber bitter bestraft. Vor allem Tabaković bekamen die Grün-Weißen nicht in den Griff. Schon nach etwas mehr als drei Minuten verschaffte sich dieser nach einem Kitano-Zuspiel mit einem Haken im Duell mit Jannes Horn Platz und ließ Niklas Hedl mit einem wuchtigen Abschluss keine Chance. Beim zweiten Treffer schoss Tabaković Serge-Philippe Raux-Yao den Ball an den Kopf, von dort landete er vor den Füßen von Veratschnig, der ihn mit links unter die Latte knallte.

Rapid dagegen war im Abschluss nicht kaltschnäuzig, Moulaye Haidara vergab auch seine zweite Chance (18.) nach jener in der 6. Minute. Salzburg hingegen verwertete auch die dritte Topchance. Nach einer Mazurek-Vorarbeit hatte Tabakovic wieder zu viel Platz und schlenzte den Ball von knapp außerhalb des Strafraums ins Eck. Damit erging es den Hütteldorfern noch schlimmer als dem Lokalrivalen, der in Salzburg „erst“ nach 30 Minuten 0:3 hinten gelegen war. Einen vierten Treffer verhinderte zuerst eine knappe Abseitsstellung von Tabaković bei einem Volley aus kurzer Distanz (27.) und dann Hedl mit einer Abwehr in extremis gegen Sota Kitano (33.).

(Bild: APA/JASMIN WALTER)

Rapid-Fehlstart auch nach der Pause
Weniger als 50 Sekunden nach Wiederbeginn waren die Hoffnungen Rapids auf eine Wende endgültig dahin. Nach Mazureks Zuspiel vollendete Baidoo. Hängen ließen sich die Hütteldorfer aber nicht: Ein Weitschuss von Seidl nach kurz abgespieltem Eckball flatterte unhaltbar ins Eck. Seidl schoss nach einem Lattenschuss von Kitano (53.) auch noch knapp vorbei (62.). Grundsätzlich kontrollierte Salzburg das Geschehen, sparte wohl auch schon Kräfte, kam aber trotzdem zu einem weiteren Treffer. Hedl konnte eine Aguilar-Hereingabe nur kurz abwehren und Konate rutschte den Ball über die Linie.

Somit kassierten die Rapidler nach dem jüngsten 3:1 gegen Sturm Graz im zweiten Saisonduell mit einem „Großen“ der Liga einen Tiefschlag. Am Samstag geht es im Cup bei Austria Klagenfurt weiter, Salzburg gastiert am Sonntag in St. Pölten.

Das Ergebnis:
FC Red Bull Salzburg – SK Rapid 5:1 (3:0)
Salzburg, Red-Bull-Arena, 12.153 Zuschauer, Schiedsrichter Jakob Semler

Tore: 1:0 (4.) Tabaković, 2:0 (16.) Veratschnig, 3:0 (21.) Tabaković, 4:0 (46.) Baidoo, 4:1 (51.) M. Seidl, 5:1 (90.) Konaté 

Gelbe Karten: Röhl (Trainer) bzw. Cvetkovic

Salzburg: Zawieschitzky – Veratschnig, Boma, Zabransky, Schmid – Barry, Mazurek – E. Baidoo (83. Aguilar), Kitano (68. Tohumcu), Vertessen (59. A. Camara) – Tabaković (59. Konate)
Rapid: Hedl – Bolla, Cvetkovic, Raux-Yao, Horn (46. Roka) – M. Seidl, Bajlicz (85. Schaub)- Y. Demir, Adamsen (74. Wurmbrand), M. Haidara (74. Tilio) – Kara (46. Dahl)

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