4500 Mitarbeiter und 35.000 Kindergartenkinder starten in zwei Wochen in den Herbst: Es gibt zwar eine Ausbau-Offensive mit Bauprojekten in Stadt und Land. Nach wie vor ist aber Personalnot der große Bremser. Ein Überblick...
Stolz gab die Stadtpolitik dieser Tage Einblicke in den neuen Kindergarten an der Berchtesgadener Straße: Bis zu 91 Kinder sollen sich hier in einem modernen Umfeld wohlfühlen. Acht Mitarbeiter kümmern sich vorerst um sie. Wie schwierig es ist, Personal zu finden? „Das ist immer noch eine große Herausforderung“, so Jutta Kodat vom Amt für Schulen und Kinderbetreuung. 370 Fachkräfte und 57 Helfer arbeiten in städtischen Einrichtungen. 18 Stellen können derzeit nicht besetzt werden. Absagen gab es „nur“ 168. In den Jahren davor bekamen noch mehr als doppelt so viele Eltern eine Abfuhr.
Wir sind froh, dass die Zahl der Absagen an die Eltern sinkt. Wir kommen unserem Ziel näher, allen einen Platz bieten zu können.
Jutta Kodat, Amt für Schulen und Kinderbetreuung im Magistrat Salzburg
Quereinsteiger werden unterstützt. Wer zur Fachkraft aufsteigen will, bekommt Ausbildungskosten und bis zur Hälfte des Lohnentfalls ersetzt.
Positiv: Bis 2027 können in der Stadt 474 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Alternativen will die Stadt nach dem Aus im Tagesheim für Kleinkinder in Salzburg-Taxham und den Kindergarten Schanzlgasse (beide vom Land) bieten. „Ich hatte Elternvertreter da. Wir sind in einem guten Austausch“, so Bürgermeister Bernhard Auinger. Bei der Schanzlgasse überlegt die Stadt den Ankauf des Gebäudes. Für Kleinkinder überwiegt weiter das Angebot privater Träger. In Zeiten von Fachkräftemangel wolle man sich nicht gegenseitig Personal abgraben, revidiert Auinger Pläne, dass die Stadt hier mit viel Tempo aufholen müsse.
Zweites verpflichtendes Jahr noch nicht fixiert
Salzburgweit starten 3666 Elementarpädagogen und 1647 Zusatzkräfte mit 35.000 Kindern in den Herbst. Der Personalstand wachse ständig, heißt es dazu aus dem Büro der zuständigen Landesvize Marlene Svazek (FPÖ). Das Einstiegsgehalt ist mittlerweile attraktiver. In der Diskussion über ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr im Bund fehle in Salzburg mittlerweile der Glaube, dass das schon mit dem nächsten Betreuungsjahr umgesetzt wird.
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