Schweizerhaus

Der Kaiser kommt! Wir gestalten den „Urwald“ um

Kärnten
31.08.2026 16:01

Nicht für einen Schweizer, sondern für den Kaiser war das Gebäude auf dem Klagenfurter Kreuzbergl vor 174 Jahren errichtet worden, das längst als eine kulinarische Institution gilt.

Mitten in der Stadt, und doch Natur pur: Auf dem Kreuzbergl spazieren, joggen und wandern die Klagenfurter; unzählige Wege führen durch das bewaldete Gebiet, zur Kirche und zu den Teichen. Die Sternwarte ist ein Anziehungspunkt. Im Schweizerhaus genießen Besucher mit herrlichem Blick über Klagenfurt die Alpen-Adria-Küche und ahnen, welch geschichtsträchtiges Platzl sie aufgesucht haben.

Seit 20 Jahren führt Jürgen Kruptschak das Schweizerhaus.
Seit 20 Jahren führt Jürgen Kruptschak das Schweizerhaus.(Bild: zVg Kruptschak / Schweizerhaus)

Der Kaiser kommt! Die Stadt wird umgestaltet
Als Kaiser Franz Josef I. seinen Besuch in Klagenfurt angekündigt hatte, wurden Pläne geschmiedet, mit welchen Bauten und Schönheiten man den Regenten überraschen und erfreuen könnte. Platz dafür würde das Kreuzbergl bieten, das um 1850 noch ein Urwald war.

Der k.k. Oberbaurat Martin Ritter von Kink schlug vor, auf dem Kreuzbergl eine „Kaiser-Franz-Josef-Anlage“ zu schaffen; mit Festwiese – die heutige Spielwiese -, mit Schießstätte und Lusthäuschen.

Blick auf das Kreuzbergl um 1890: Damals gab es dort kaum Häuser.
Blick auf das Kreuzbergl um 1890: Damals gab es dort kaum Häuser.(Bild: Gugganij)

1852 wurde zu dieser Anlage noch das Schweizerhaus dazugebaut. Bei diesem Gebäude steht heute noch ein Denkmal für Ritter von Kink, der nicht nur die Idee zur Gestaltung und Nutzung des Kreuzbergls hatte, sondern mit einem Komitee auch die Finanzierung für die Bauvorhaben aufstellte.

Den Namen hat das Schweizerhaus wegen seines Baustiles: Im 19. Jahrhundert wurde diese romantische Architektur für Gaststätten in Parkanlagen Schweizerhütte genannt.

Längst ist das Schweizerhaus eine Institution der Klagenfurter Gastronomie. Seit zwei Jahrzehnten ist der Vollblut-Gastronom Jürgen Kruptschak der Gastgeber: „Wir sind nach wie vor gut bürgerlich im besten Sinne, holen Zutaten von regionalen Produzenten, wie Wildbret von der Turrach, kochen natürlich alles selbst und ohne Geschmacksverstärker.“

Im Jubiläumsjahr kocht das Schweizerhaus-Team mit Werner Pock und Jürgen Kruptschak am 5. September das Legendenmenü im Stil der Alpen-Adria-Küche; auf Wunsch mit Weinbegleitung. Reservierung: schweizerhaus.co.at

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