Am Grazer Uniklinikum wurde einer Frau ein rund 18 Kilogramm schwerer Eierstocktumor entfernt. Ein Team aus insgesamt elf Gynäkologen, Anästhesisten und OP-Pfleger war bei der rund dreistündigen Operation im Einsatz. Der Tumor stellte sich als gutartig heraus.
40 Zentimeter groß und 18 Kilogramm schwer – kaum zu glauben, dass ein Gewächs dieses Ausmaßes in den Bauchraum einer über 50-jährigen Steirerin passte. Über mehrere Monate hinweg klagte die Frau über zunehmende Beschwerden, weshalb sie von ihrem Hausarzt an das Landeskrankenhaus in Harberg überwiesen wurde. Bei einer CT-Untersuchung fanden die Ärzte schließlich den enormen Tumor, der vom linken Eierstock ausging und aufgrund seiner Größe bereits alle Organe im Bauchraum verdrängte.
Aufgrund der außergewöhnlichen Größe des Tumors wurde der Fall der Steirerin an die Spezialisten der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Uniklinikum Graz übergeben. In einer rund dreistündigen Operation gelang es einem Team aus elf Gynäkologen, Anästhesisten und OP-Pfleger den Tumor erfolgreich zu entfernen.
Tumor war gutartig
Dazu war jedoch ein Bauchschnitt vom Brustbein bis zum Schambein notwendig. Erst so konnte der massive Tumor aus dem Körper der Patientin entfernt werden. Eine Untersuchung des Gewebes ergab schließlich, dass das Gewächs gutartig war.
„Die Größe eines Tumors sagt eigentlich nichts darüber aus, ob er gut- oder bösartig ist. In diesem Fall hatte der Tumor zwar nahezu den gesamten Bauchraum ausgefüllt und andere Organe massiv verdrängt, war aber zum Glück nicht in sie eingewachsen“, erklärt der verantwortliche Chirurg Armin Bader. Die Patientin hat sich gut von der Operation erholt und konnte bereits zwei Tage nach dem Eingriff aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Regelmäßige gynäkologische Untersuchungen wichtig
Die steiermärkischen Krankenanstalten betonen einmal mehr die Wichtigkeit von regelmäßigen gynäkologischen Untersuchungen. Auch Frauen ohne Beschwerden sollten zumindest einmal jährlich eine Vorsorgeuntersuchung bei einem Frauenarzt wahrnehmen. Sie dient dazu, Erkrankungen und Veränderungen möglichst früh zu erkennen.
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