Druck „wirkungslos“

Iran: „Die USA haben im Krieg nichts erreicht“

Außenpolitik
26.08.2026 17:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag eine „wirtschaftliche Erstickung“ des Iran angekündigt. Sanktionen sollen nun auch ausländische Geschäftspartner des Landes treffen und unter anderem die Bereiche Gold, Technologie und Luftfahrt erfassen. Dieser wirtschaftliche Druck ist laut Teheran jedoch „wirkungslos“.

„Mit ihrem wirtschaftlichen Druck werden die USA in dieser Phase nichts erreichen, so wie sie auch im Krieg nichts erreicht haben“, sagte Irans Präsident Masoud Pezeshkian am Mittwoch. Sein Land werde dem wirtschaftlichen Druck weiterhin widerstehen. Man verfolge den Grundsatz, Probleme durch „Austausch und Verhandlungen“ zu lösen.

Wie berichtet, hatte US-Finanzminister Bessent zuvor unter anderem Sanktionen gegen ausländische Geschäftspartner Teherans angekündigt, die unter anderem die Bereiche Schifffahrt und digitale Vermögenswerte erfassen. Angriffe auf den Iran gebe es vorerst hingegen nicht, sagte US-Außenminister Marco Rubio. US-Präsident Donald Trump drohte aber damit, Schiffe und Boote zu zerstören, die in der Straße von Hormuz Seeminen legen würden.

Zitat Icon

Der Iran verfolgt den Grundsatz, Probleme durch Austausch und Verhandlungen zu lösen.

Irans Präsident Masoud Pezeshkian

Exil-Medien „auf Zielliste aufgenommen“
Irans Streitkräfte haben unterdessen mehrere persischsprachige Exilsender als mögliche Ziele von Angriffen ausgemacht. So wurden etwa Iran International, Radio Farda und der Sender BBC mit seinem persischsprachigen Programm genannt. Militärsprecher Abolfazl Shekarchi unterstellte den Medien, mit den Geheimdiensten in Israel und den USA verbunden zu sein.

Die Exilsender, die im Iran von einer breiten Mehrheit konsumiert werden, unterhalten vor allem in Europa und den USA ihre Büros. Eine große Mehrheit der iranischen Bevölkerung misstraut den staatlich kontrollierten Medien im Land, die selbst in Friedenszeiten der Zensur unterliegen. Im Krieg hat der Staat die Kontrolle über die lokalen Medien abermals verschärft.

Netanyahu: Kein Abkommen mit „Wilden“ möglich
Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu, der gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump den Iran Ende Februar angreifen ließ, sagte nun, dass er bezweifle, „dass mit dieser Gruppe dort, mit diesen Wilden, eine Einigung erzielt werden kann“. Er steht diplomatischen Bemühungen seit Langem skeptisch gegenüber. Netanyahu befürwortet zudem den wirtschaftlichen Druck gegen den Iran. Es sei „sehr wichtig“ gegen jene vorzugehen, „die dieses Regime, diese schreckliche Diktatur unterstützen“, sagte er. Israels Regierung hatte zu Beginn den Sturz der iranischen Führung als eines der Kriegsziele genannt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung