Nicht nur Österreich, sondern auch der Nordosten Italiens mit seinen beliebten Urlaubsorten wurde am Freitag von den Unwettern getroffen. In Lignano sorgte eine Superzelle für Starkregen und Sturmböen, in Grado wurde ein Kind auf einem Campingplatz leicht verletzt. Inzwischen laufen bereits die Aufräumarbeiten.
Über 240 Notrufe waren seit Freitagnachmittag in der Region Friaul-Julisch Venetien eingegangen, wie die Behörden gegenüber der „Krone“ berichten. 150 Freiwillige von Feuerwehr und Zivilschutz standen im Einsatz, nachdem die Region von den Unwettern getroffen wurde.
Pinienbäume entwurzelt
Auch den bei Österreichern beliebten Badeort Lignano erwischte es - hier wurden die heftigsten Windstärken der Region mit bis zu 108 km/h gemessen. Neben den Strandliegen fielen auch zahlreiche Pinienbäume dem Sturmböen zum Opfer. Die Flachwurzler stürzten vielerorts gleich als ganzes um. Am schlimmsten hat es den Stadtteil Lignano Pineta getroffen.
Bürgermeisterin Laura Giorgi erließ noch am Freitagabend eine Sperre für gewisse Areale und Straßen, Urlauber und Einheimische wurden aufgerufen, diese Gebiete zu meiden. Inzwischen laufen die Aufräumarbeiten – und es muss überprüft werden, ob nicht noch weitere der stattlichen Pinienbäume umzustürzen drohen. Auch die Piniennadeln auf den Radwegen erhöhen die Rutschgefahr.
Videos auf Social Media von den Unwettern:
Stadtrat Massimo Brini betonte Samstagvormittag gegenüber der „Krone“, dass die Strände dank der zahlreichen Helfer bereits seit 9 Uhr vormittags wieder geöffnet seien, das Schlimmste sei längst vorbei. Für Samstagnachmittag sind weitere Gewitter angekündigt – ob diese allerdings wieder derartig heftig ausfallen, ist noch nicht klar.
Verletztes Kind und Tornado vor Grado
Auf einem Campingplatz in Grado wurde ein Kind leicht verletzt. Auch war vor der Küste ein Tornado zu sehen, welcher jedoch zum Glück nicht das Festland erreichte. Zahlreiche Schäden an Wohnwägen und Zelten wurden gemeldet – auch hier laufen bereits die Aufräumarbeiten.
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