Die Folgen von Waldbränden und Hitzerekorden sind für das Mittelmeer fatal – etwa durch mehr Quallen und giftige Fische anstatt gewohnter Lebewesen. Doch was bedeutet das für Frau und Herrn Österreicher, die ja liebend gerne ihren Urlaub in Mittelmeerdestinationen wie Italien oder Kroatien verbringen?
Die Hitzewellen des laufenden Sommers gehen auch am Mittelmeer nicht spurlos vorüber, und Experten schlagen Alarm. Laut einem internationalen Forschungsteam der britischen World Weather Attribution ist die Wassertemperatur um bis zu drei Grad Celsius gestiegen.
Delfinen geht das natürliche Futter aus
Alleine im vergangenen Juli lagen die Temperaturen an der Wasseroberfläche mancherorts sogar sechs Grad über dem saisonalen Schnitt. Das erwärmte Element spüren nicht nur die Urlauber beim Untertauchen, sondern es ist auch ein großes Thema bei den Meeresbewohnern. Den Delfinen, auf deren Speisekarte in erster Linie Makrelen und Heringe stehen, geht die Nahrung aus, Quallen und giftige Fische indes vermehren sich rasant.
Fischbestände ändern sich, wärmeliebende Arten landen häufiger in den Netzen, schädliche Algenblüten werden immer mehr.

Nicolas Entrup von „Ocean Care“
Bild: Esther Michel
Was bedeutet das für Frau und Herrn Österreicher, die ja liebend gerne ihren Urlaub in Mittelmeerdestinationen wie Italien oder Kroatien verbringen? Der heimische Meeresforscher Nicolas Entrup von der Organisation „Ocean Care“ am Mittwoch zur „Krone“: „Für die meisten Urlauber bleibt das Mittelmeer auch künftig ein attraktives Badeziel, auch wenn das Wasser stellenweise bereits sehr unangenehm warm geworden ist.“
„Mehr Rotfeuerfische und giftige Kugelfische“
Nachsatz: „Andere wärmeliebende, teils eingewanderte Arten breiten sich aus, etwa der giftige Rotfeuerfisch, dessen Stiche große Schmerzen verursachen können, oder der stark giftige Hasenkopf-Kugelfisch. Das ist fatal, da das Mittelmeer ohnehin das überfischteste Meer der Welt ist.“
Entrup und seine Mitstreiter fordern, einen regionalen Klimaschutzplan für das Mittelmeer zu entwickeln: „Dieser Fahrplan soll die Ursache dieser Hitze angehen und auf die Senkung der Treibhausgasemissionen zielen, anstatt nur ihre Folgen zu verwalten.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.