Reicht sonst nicht

Zwei Drittel sehen Bedarf für eine Zusatzpension

Wirtschaft
20.08.2026 06:00

Zwei Drittel der befragten Berufstätigen benötigen laut einer neuen Befragung eine betriebliche Vorsorge zusätzlich zur staatlichen Pension, nur 22 Prozent wollen sich allein auf diese verlassen. Ab 2027 soll es neue Modelle geben, mit denen man sich die Abfertigung neu als Zusatzpension auszahlen lassen kann.

Alles neu bei der betrieblichen Vorsorge ab 2027: Die Zusatzpension ist eine „Zeitenwende“, sagt Andreas Zakostelsky, Obmann der Pensions- und Vorsorgekassen. Die Rendite für das vom Arbeitgeber einbezahlte Geld (Abfertigung neu) lag in den vergangenen zehn Jahren bei 1,54 Prozent. Im neuen Modell, der Vorsorge-Versicherungsgemeinschaft (VG), gibt es keine Kapitalgarantie, dafür aber langfristig mehr Rendite – siehe Grafik.

Beispielrechnung für die neue Zusatzpension
Beispielrechnung für die neue Zusatzpension(Bild: Krone KREATIV)

Eine vom Fachverband beauftragte Studie zeigt, wie die Pläne der Regierung bei den Beschäftigten in Österreich ankommen. „Nur 22 Prozent gehen davon aus, dass die staatliche Pension reichen wird“, erklärt Marktforscher Peter Hajek. 68 Prozent hingegen brauchen auch betriebliche Vorsorge. „Bei Frauen und Gutverdienern ist die Sorge um die Pension noch stärker ausgeprägt.“

Präsentierte die Befragung: Peter Hajek und Andreas Zakostelsky
Präsentierte die Befragung: Peter Hajek und Andreas Zakostelsky(Bild: Anna Rauchenberger, (c) www.annarauchenberger.com /)

Fast die Hälfte würde monatlich auszahlen lassen
Ein zentraler Punkt der Reform sieht vor, dass man sich die Abfertigung nicht nur als Einmalzahlung, sondern auch als monatliche Pension auszahlen lassen könnte. 45 Prozent halten diese Option für sehr oder eher sinnvoll.

Hajek: „35 Prozent der Befragten sagen, dass sie die Abfertigung als Rücklage verwenden würden, vor allem Frauen.“ 28 Prozent wollen sie für die private Altersvorsorge nutzen. Auch hier zeigen sich die Österreicher nicht sehr risikobereit. „Sicherheit und Garantien sind wichtiger als hohe Ertragschancen, wobei Jüngere deutlich risikoaffiner sind“, sagt Hajek. 

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