Die Tiroler AK führte ihre Erhebung zu den Spritpreisen vom Juli weiter fort. Neben dem Stubaital wurden auch das Zillertal und Ötztal ins Visier genommen. Präsident Erwin Zangerl fordert erneut eine Erklärung für die Differenz zwischen den Tälern und Innsbruck.
Die hohen Preise für den Liter Diesel oder Benzin erhitzen nach wie vor nicht nur die Gemüter in der Bevölkerung, sondern auch bei der Tiroler Arbeiterkammer (AK). Ein Vergleich der Konsumentenschützer im Zeitraum vom 29. Juni bis 7. Juli hatte ergeben, dass das Tanken im Stubaital zwischen 15 bis 20 Cent teurer ist als an den günstigsten Tankstellen in Innsbruck, wie die „Tiroler Krone“ berichtete.
AK-Boss Erwin Zangerl hatte damals schon eine Erklärung für diesen Unterschied gefordert und versprochen, dass man die Differenz zwischen den Tälern und der Landeshauptstadt ganz genau im Auge behalten werde.
Es ist unverständlich, dass es neben dem Tirol-Aufschlag auch einen Tal-Aufschlag gibt.

Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl
Bild: Christof Birbaumer
Senkung nach Aufschrei war nur von kurzer Dauer
Mit einer Erhebung, die bis zum 12. August weitergeführt wurde, hat die AK Tirol dieses Versprechen eingehalten. Mit dem grob zusammengefassten Ergebnis, dass nach der ersten Presseaussendung vom 9. Juli der Preisabstand zwischen dem Stubaital und Innsbruck vorübergehend kleiner wurde, ab Ende Juli aber wieder an Fahrt aufnahm.
Die Spritpreisentwicklung teilt die AK Tirol in drei Phasen ein.
„Ein Skandal, wie Branche Geld aus der Tasche zieht“
Kräftiger zur Kasse gebeten als in Innsbruck werden aber auch die Autofahrer im Zillertal und im Ötztal. Im Zillertal musste für den Liter Diesel im Durchschnitt um 6,1 Cent mehr bezahlt werden, bei Super 95 waren es Mehrkosten von 3,8 Cent. Tankende im Ötztal bezahlten für den Liter Diesel um 7,2 Cent mehr und für den Liter Super 95 um 8,4 Cent mehr.
Einmal mehr kritisiert der AK-Boss, dass es „neben dem Tirol-Aufschlag auch einen Tal-Aufschlag gibt. Es ist ein Skandal, wie die Branche den Tirolerinnen und Tirolern das Geld aus der Tasche zieht“. Zangerl fordert abermals eine Erklärung von den Raffinerien.
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