Ein Beziehungsstreit endete am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch in Vorarlberg mit einem einsichtigen Angeklagten. Im Frühsommer hatte sich der Mann allerdings von der groben Seite gezeigt.
„Ich werde dich wie einen Fisch aufschlitzen!“ Mit dieser blutrünstigen Drohung schockierte im Mai ein 41-jähriger Vorarlberger seine eigene Lebensgefährtin mitten in der gemeinsamen Wohnung. Vor Gericht muss er sich nun dafür verantworten. Sohn und Partnerin waren als Zeugen geladen, ihre Aussagen wurden aber schnell überflüssig: Der Angeklagte bekannte sich sofort schuldig. Der Vorwurf: gefährliche Drohung und Nötigung. Im Zuge eines heftigen Streits waren dem Mann offenbar völlig die Sicherungen durchgebrannt.
Doch mit der einen Drohung nicht genug – einen Tag später legte er nach: „Ich werde dich vom Balkon werfen, solltest du noch zuhause sein, wenn ich von der Arbeit komme.“ Die Frau erstattete daraufhin Anzeige. Vor Gericht kann sich der Mann sein Verhalten selbst nicht so recht erklären. Immerhin: Dass seine Worte bei Partnerin und Sohn blanke Angst auslösten, ist ihm bewusst: „Ich habe daraus gelernt und mich bereits entschuldigt.“
Der Richter zeigt sich gnädig und bietet eine Diversion an: 2000 Euro inklusive Pauschalkosten. Der Angeklagte willigt sofort ein und zahlt – das Verfahren ist eingestellt.
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