Genuss & Musik

Jetzt spielt der Herbst auf!

Reisen & Urlaub
20.08.2026 09:00

Im SalzburgerLand hat die fünfte Jahreszeit begonnen. Der 31. Bauernherbst verbindet Tradition, Genuss und heuer besonders viel Musik. Unter dem Motto „G’sungen und G’spielt“ stehen Stuben- und Familienmusiken sowie kleine Volksmusikgruppen im Fokus.

Der Sommer ist noch nicht ganz vorbei, doch im SalzburgerLand hat bereits der Bauernherbst begonnen. Gestern wurde die 31. Ausgabe in Maria Alm offiziell eröffnet.

Nun werden die Tage kürzer, auf den Höfen wird geerntet, eingekocht und gebacken. Das Tempo verändert sich. Nach den arbeitsreichen Sommermonaten bleibt wieder mehr Zeit zum Zusammensitzen, Reden und Feiern. In den Dörfern kommen Dirndl und Lederhose aus dem Schrank, in den Stuben werden Zugin, Hackbrett und Gitarre hervorgeholt. Spätestens dann ist klar: Der Bauernherbst ist da.

(Bild: SalzburgerLand Tourismus)

Seit mehr als drei Jahrzehnten markiert er im SalzburgerLand den Übergang vom arbeitsreichen Sommer in eine geselligere Zeit – zwischen Ernte und Fest, Alltag und Tradition. Heuer bekommt diese Zeit einen besonders musikalischen Ton.

Die Höhepunkte des Bauernherbsts

  • Klamm & Klang: 25. August, Taxenbach: Fackelschein, Felswände und Musik: Bei der Lichterwanderung durch die Kitzlochklamm begleiten Weisenbläser die Besucher.
    www.taxenbach.at 
  • Internationales Harmonikatreffen: 28.-30. August, St. Michael im Lungau: Drei Tage lang dreht sich alles ums gemeinsame Musizieren.
    www.lungau.at 
  • Knappenfest mit Schwerttanz: 6. September, Bad Gastein: In Altböckstein trifft Musik auf Geschichte.
    www.gastein.com  
  • Nassfelder Schafabtrieb: 12. September, Gastein: Beim traditionellen Schafabtrieb kehren die Tiere von der Alm ins Tal zurück. gastein.com Klang & Kulinarik: 18. Oktober, Großgmain: Bauernmarkt, Musik & Salzburger Spezialitäten treffen im Freilichtmuseum aufeinander. www.freilichtmuseum.com 

AUCH ZUM MITMACHEN
Brotbackkurse, Kräuterwanderungen und Handwerksveranstaltungen laden zum Selbermachen ein. Dazu kommen Musikwege und Museen rund um Volksmusik.

  • Brot „begreifen“: Von 3. September bis 30. Oktober wird am Kunsthof in Thomatal traditionell gebacken. Dabei lernt man alte Handwerkstechniken kennen und bäckt selbst Brot und süße Mehlspeisen.
    www.events.lungau.at 
  • Heufiguren basteln: Am 14. September zeigt Waltraud am Bauernhof Großwidmoos in Wagrain, wie aus Heu kleine Figuren und andere Kunstwerke entstehen.
    www.wagrain-kleinarl.at 
  • Jodelwanderweg, Königsleiten: Wandern und dabei die eigene Stimme ausprobieren: Auf dem Jodelwanderweg verbinden sich Naturerlebnis und Musikkultur.
    www.zillertalarena.com 

MUSIKALISCH DURCHS LAND
Zehn Musikreisen führen 2026 durch alle fünf Gaue. Besonders reizvoll: im Lungau zwischen Alm- und Alphornklängen, im Pinzgau mit Jodeln und Musik vor Bergkulisse oder im Salzburger Seenland.

Alle Termine und Infos: www.bauernherbst.com  

Allgemeine Infos: Salzburgerland: www.salzburgerland.com 

Was heute längst zum Salzburger Herbst gehört, begann vergleichsweise klein. 1996 wurde der erste Bauernherbst in 14 Orten gefeiert. Die Idee dahinter: bäuerliches Leben, regionale Produkte und überliefertes Brauchtum sichtbar zu machen – und die Zeit nach dem Sommer stärker ins Bewusstsein zu rücken. Drei Jahrzehnte später ist daraus eine Erfolgsgeschichte geworden.

(Bild: SalzburgerLand Tourismus)

2026 sind 77 Orte dabei, rund 2000 Veranstaltungen stehen bis Ende Oktober auf dem Programm. Vom Flachgau über Tennengau, Pongau und Pinzgau bis in den Lungau wird dabei überall ein wenig anders gefeiert. Rund eine halbe Million Besucher zieht es mittlerweile zum Bauernherbst ins SalzburgerLand.

Groß geworden, verwurzelt geblieben
Die Zahlen sind beeindruckend, doch der Bauernherbst lebt bis heute vor allem von den kleinen Momenten: wenn in einer Wirtshausstube gemeinsam musiziert wird, wenn Brot im Holzofen bäckt, eine Bäuerin zeigt, wie der Schmuck für ein Fest entsteht, oder ein Handwerker ein Können vorführt, das andernorts längst selten geworden ist.

Heuer rückt dabei die Musik besonders in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „G’sungen und G’spielt“ stehen heuer vor allem Stuben- und Familienmusiken sowie kleine regionale Volksmusikgruppen im Fokus. Zehn musikalische Reisen führen durchs SalzburgerLand, dazu kommen 33 ausgewählte Musikveranstaltungen – vom Harmonikatreffen über Jodelwanderungen bis zur Wirtshausroas.

Handwerk & Genuss: Traditionelle Fertigkeiten und regionale Spezialitäten gehören ebenso zum ...
Handwerk & Genuss: Traditionelle Fertigkeiten und regionale Spezialitäten gehören ebenso zum Bauernherbst.(Bild: SalzburgerLand Tourismus)

Dabei geht es weniger um die große Bühne als um jene Musik, die seit Generationen weitergegeben wird: um Stubenmusi, Gstanzln, Jodler und kleine Besetzungen, die in Wirtshäusern, auf Almen oder Dorfplätzen aufspielen. Geige und Zither, Hackbrett, Gitarre und Bassgeige geben heuer den Ton an. Auch die zum 30-Jahr-Jubiläum komponierte Bauernherbst-Polka „Auf zum Bauernherbst!“ ist wieder zu hören.

Gerade diese Nähe macht den Reiz aus: Man sitzt nicht nur im Publikum, sondern oft mittendrin. Es wird zugehört, mitgesungen, manchmal auch mitgespielt. So bleibt der Bauernherbst trotz seiner Größe erstaunlich persönlich. Und wer dabei ein wenig länger sitzen bleibt, macht alles richtig. Der Herbst hat schließlich keine Eile.

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