NÖ-Koalition dagegen

Klares Nein zu „Raubritter-Maut auf Landesstraßen“

Niederösterreich
19.08.2026 18:30

FPÖ und ÖVP sind in Niederösterreich strikt gegen eine Abgabe für Frächter auf Landesstraßen. Grüne und Neos fordern eine bundesweite Regelung. Nur die SPÖ tut sich mit Kritik an burgenländischen Genossen schwer. 

„Mit mir wird es keine Raubritter-Maut auf den Landesstraßen Niederösterreichs geben!“ Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ) sagt klar, was er von den Plänen der burgenländischen Nachbarn hält. Dort will ja die SPÖ künftig auf Zubringerstraßen zur Autobahn eine Lkw-Maut kassieren. „Das zeigt, worin die einzige Wirtschaftskompetenz der SPÖ besteht – nämlich den anderen in die Taschen zu greifen“, ätzt der Freiheitliche. Denn die Mehrkosten würden letztlich über höhere Preise bei den Konsumenten landen. Zudem würde sich der Schwerverkehr durch eine Maut nicht in Luft auflösen: „Er sucht sich andere Wege“, ist Landbauer überzeugt. 

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In Zeiten, in denen die Menschen ohnehin unter der Teuerung leiden, ist es völlig verantwortungslos, die Preisexplosion mit neuen Gebühren anzuheizen.

Udo Landbauer, Verkehrslandesrat in NÖ

Bundesweite Lösung suchen
Die Opposition im NÖ-Landtag spricht sich nicht dezidiert gegen eine Maut aus, sieht die Pläne im Burgenland aber kritisch. Sowohl Grünen-Chefin Helga Krismer als auch Christoph Müller, Verkehrssprecher der Neos, treten für eine österreichweite Regelung ein: „Sonst kocht wieder jedes Bundesland sein eigenes Süppchen, und am Ende zahlen die Menschen die Rechnung“, sagt Müller. Jedenfalls müsse der Lkw-Verkehr verstärkt auf die Schiene gebracht werden. „Im Sinne der Bevölkerung und im Sinne der Wirtschaft“, betont Krismer. 

Maut als Koalitions-Bedingung
Die ÖVP schließt sich dem Koalitionspartner FPÖ an. Eine Lkw-Maut auf Landesstraßen sei „ein Großangriff auf die Menschen im ländlichen Raum“, poltert Verkehrssprecher Florian Krumböck: „Das kommt nicht in Frage.“ Er berichtet auch, dass nach der Landtagswahl 2023 die Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ unter anderem an dieser Frage gescheitert seien: „Die Sozialdemokraten forderten unbedingt eine flächendeckende Lkw-Maut.“

SPÖ attackiert Landbauer
Und die SPÖ? Die will sich „nicht in die Politik anderer Bundesländer einmischen“. Und peckt auf den Verkehrslandesrat hin. Denn es brauche Bemühungen, den Lkw-Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern:  „Mehr leisten, würde Landbauer gut zu Gesicht stehen.“

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