Extremhitze könnte ältere Menschen künftig deutlich stärker gefährden als bisher angenommen. Eine neue Studie zeigt: Schon bei einer globalen Erwärmung um 1,5 Grad könnten weltweit 22 Prozent der über 60-Jährigen jedes Jahr mindestens einen Monat lang gesundheitsgefährdender Hitze ausgesetzt sein.
Ältere Menschen sind durch die zunehmende Hitze aufgrund des Klimawandels besonders gefährdet. Das zeigt die Studie „The Lancet Planetary Health“. Jeder weiterer Grad Erwärmung würde demnach einen zusätzlichen Monat mit extremer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit bedeuten.
Die Forscher der Stanford University kritisieren, dass bisherige Untersuchungen vor allem mit jungen und gesunden Menschen durchgeführt wurden. Ältere Menschen seien unter anderem wegen einer geringeren Fähigkeit zu schwitzen, schwächerer Herzen und häufiger Vorerkrankungen stärker gefährdet.
Die Wissenschafter warnen vor zunehmenden gesundheitlichen und humanitären Folgen. Sie fordern weniger Treibhausgase sowie bessere Hitzeschutzpläne, die ältere Menschen stärker berücksichtigen. Auch der Zugang zu Klimaanlagen und anderen Kühlmöglichkeiten müsse verbessert werden. In Österreich starben laut AGES allein im Juni 2026 geschätzt rund 395 Menschen an den Folgen der außergewöhnlichen Hitzebelastung.
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