Erinnert eher an Dubai
„Blitzdürre“ verwandelt England in eine Wüste
Großbritannien – insbesondere England – hat aktuell mit einer rekordverdächtigen Trockenheit zu kämpfen. Experten sprechen von einer „Blitzdürre“, die weite Teile des Landes seit Wochen komplett transformiert.
Wer an Großbritannien denkt, hat häufig saftiges Grün vor Augen. Weite Landschaften und feuchtes Klima prägen das Leben auf den britischen Inseln. Doch dieser Sommer ist alles andere als normal. Mehr als 70 Prozent des Landes sind von einer extremen Dürre betroffen.
„Nirgendwo“ im Vereinigten Königreich herrsche nach Angaben der Regierung in London noch der Normalzustand. Demnach sei das Land von einer „Blitzdürre“ erfasst worden, die durch eine Kombination aus „beispiellos geringen Niederschlägen und außergewöhnlich hohen Temperaturen“ entstanden sei. Weite Teile Großbritanniens ähneln Wüstenlandschaften.
Landschaftsbild radikal verändert
Ein besonders bekanntes Beispiel ist Stonehenge. Die Landschaft beim weltberühmten Megalith-Bauwerk ist völlig ausgedörrt. Wo Schafe vor wenigen Monaten noch auf grünem Gras das malerische Landschaftsbild prägten, wird nun Staub und Asche aufgewirbelt.
Dort, im Süden Englands, fiel im Juli lediglich ein Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge. Die Effekte sind dem Pilgerort deutlich anzusehen, wie Vorher-Nachher-Bilder eindrücklich zeigen.
Auch aus der Luft ist der Unterschied deutlich zu erkennen:
Gleichzeitig sanken vielerorts die Flusspegel, und Landwirte warnten vor möglichen Lebensmittelengpässen infolge von Missernten. In England leben derzeit insgesamt 45 Millionen Menschen in einem Dürregebiet, berichtete die BBC kürzlich. Mehr als 27 Millionen von ihnen sind von Einschränkungen bei der Wassernutzung betroffen.
Wegen der Dürre haben die Behörden bereits zahlreiche Beschränkungen für Bauern und Bürger erlassen. In einigen Regionen ist es zum Beispiel verboten, Pflanzen mit einem Gartenschlauch zu gießen.
Satte 86 Prozent der Flüsse in England weisen einen abnormalen Wasserstand auf, viele seien zudem „außergewöhnlich niedrig“ – darunter der Fluss Avon in Südwestengland und der Fluss Ely Ouse in Ostengland.
Jetzt drohen Sturzfluten
Diese Woche soll es in weiten Teilen des Landes wieder regnen. Damit endet eine historische, wochenlange Phase extremer Hitze und Trockenheit. Nach Angaben des Met Office werden etliche Regionen den „ersten nennenswerten Regen seit langer Zeit“ erleben.
Doch auch hier zeigt sich dieser Sommer wieder von seiner tückischen Seite. Insbesondere am Donnerstag ist Starkregen angesagt. Die Wetterbehörde warnte vor Sturzfluten und starken Überschwemmungen, da der ausgetrocknete Boden die angesagten Wassermassen nach fünf Hitzewellen nicht aufnehmen kann.
Es sei zudem wahrscheinlich, dass die Dürre durch den temporären Wettersturz kein Ende finden wird. Speziell im Südosten Englands werde es viele Wochen anhaltenden Regen brauchen, bis sich die Vegetation erholt hat und Flüsse und Stauseen wieder normale Wasserstände aufweisen.























Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.