Kampf um mehr Lohn
2100 Arbeiter bestreiken sechs deutsche Seehäfen
In den deutschen Seehäfen Hamburg, Bremerhaven Wilhelmshaven, Bremen, Emden und Brake dauern bis zu 24-stündige Warnstreiks von Hafenarbeitern an. Die Gewerkschaft Verdi fordert für rund 11.000 Beschäftigte 8,2 Prozent mehr Lohn.
Ein Sprecher der deutschen Gewerkschaft Verdi sagte, die Warnstreiks in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven hätten am Montagabend begonnen. „Die anderen (Emden, Brake, Bremen) sind heute Morgen eingestiegen.“ Die Warnstreiks sollen den Angaben zufolge am Abend enden.
Umschlagsunternehmen wie Eurogate, HHLA und J. Müller Weser berichten, dass der Warenumschlag eingeschränkt oder teils zum Erliegen gekommen ist.
An einer Kundgebung am Hamburger Containerterminal Burchardkai beteiligen sich rund 2100 Hafenarbeiter, wie eine Sprecherin von Verdi in Hamburg sagte.
Verdi lehnt Arbeitgeberangebot ab
Hintergrund des Warnstreiks sind Tarifverhandlungen zwischen Verdi und dem Arbeitgeberverband Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), die im Juli begannen. Verdi fordert für die rund 11.000 Beschäftigten 8,2 Prozent höhere Stundenlöhne bei einer Laufzeit von einem Jahr.
Der ZDS hat bisher zwei Angebote vorgelegt. Das jüngste sieht unter anderem vor, dass die Stundenlöhne um 5,1 Prozent steigen. Der Vertrag soll 19 Monate laufen. Verdi lehnt das Angebot ab.
ZDS-Hauptgeschäftsführer Florian Keisinger bedauert die Ablehnung des Angebots und hält die Warnstreiks für unverhältnismäßig, wie er sagte. Sie beeinträchtigten die Zuverlässigkeit der Seehäfen und setzten Lieferketten von Industrie und Handel weiter unter Druck.








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