Appell an Genießer

„Spitzenweine sollen nie zu früh geöffnet werden!“

Burgenland
18.08.2026 10:59

Der Weinmarkt leidet unter Einbußen, vinophile Kreativität ist gefragt denn je. Mit gutem Beispiel geht Michael Kerschbaum voran, der die Rebsorte Blaufränkisch hochhält.

Kräftige Rotweine sind nicht mehr so gefragt wie noch vor wenigen Jahren. Der Absatz schrumpft auf den internationalen Märkten. In Österreich macht der Schwund fast 30 Prozent aus. Charakterstärke zeigen Michael Kerschbaum und seine Frau Stephanie aus Horitschon, so wie die Rotweine aus ihrem Haus. Große Leidenschaft steckt hinter einem Herzensprojekt, das mit der zweiten Edition des zehn Jahre gereiften Blaufränkisch ,,X“ voller Enthusiasmus weitergeht. Am 1. Oktober wird der Jahrgang 2016 in einer limitierten Auflage von 3000 handbemalten und nummerierten Flaschen um 119 Euro pro Stück auf den Markt kommen.

„Mit Blaufränkisch gut aufgestellt“
„Weinliebhaber können sich schon jetzt ihre persönliche Wunschnummer über unsere Homepage www.kerschbaum.at reservieren“, kündigt der Winzer an. Mit Überzeugung hält er an der tiefroten Rebsorte fest: „Mit dem Blaufränkisch sind wir im Burgenland in Bezug auf den Klimawandel gut aufgestellt. Blaufränkisch kann nicht nur kräftig sein, sondern auch frisch und zugänglich oder beides in sich vereinen. Dafür muss man ihm die nötige Zeit geben.“

Auf 3000 Flaschen limitiert.
Auf 3000 Flaschen limitiert.(Bild: Tibor Rauch)

Seiner Linie bleibt Michael Kerschbaum treu: „Spitzenweine sollen nicht zu früh geöffnet werden!“ Blaufränkisch ,,X“ sei demnach kein Kompromiss, nach zehn Jahren geduldiger Reife entfalte er erst sein ganzes Potenzial.

40 Hektar bewirtschaftet
Das Fundament hatte der Vater, Paul Kerschbaum, Ende der 1980er-Jahre gelegt, als er den Weinbau mit drei Hektar in Horitschon begann. Schon früh hat er sich einen Namen in der österreichischen Rotweinwelt gemacht und gilt als Pionier des Blaufränkisch. Auf diesen Erfolgen baute der Sohn auf, er und sein Team bewirtschaften heute 40 Hektar.

Die Trauben für den Blaufränkisch ,,X“ 2016 stammen aus der hoch geschätzten Riede Dürrau in Horitschon und wurden von Hand gelesen.

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