Der jüngste Massenansturm auf die EU-Exklave Ceuta hat uns allen wieder die bedrohliche Dimension des Migrationsdrucks auf Europa vor Augen geführt. Was wohl auch der Grund dafür ist, dass dieser Tag die Debatte um die sogenannten „Return Hubs“, also die Rückkehrzentren, wie sie im EU-Asylpakt vorgesehen sind, an Dynamik gewinnt.
EINERSEITS scheint es tatsächlich mit Ländern die Kasachstan, Ruanda und Uganda diesbezüglich Verhandlung zu geben. Innenminister Gerhard Karner soll sich in Salzburg ja sogar mit dem Präsidenten von Ruanda ausgetauscht haben.
ANDERERSEITS liegt der Verdacht nahe, dass es sich wieder einmal nur um eine Beruhigungspille für die durch die Massenmigration der vergangenen Jahre geplagten Bürger der EU-Staaten, insbesondere auch Österreichs handelt.
Ursprünglich hat es nämlich geheißen, man würde Auffanglager an den EU-Außengrenzen errichten, um dort die illegale Migration abzufangen. Weder Kasachstan noch Ruanda und Uganda liegen aber an den EU-Außengrenzen.
Dort könnte man nur eine beschränkte Anzahl – maximal einige tausend – von abgelehnten Asylwerbern mittels sündteurer Flugtransporte unterbringen, während weiterhin Hunderttausende in die EU drängen. Und natürlich wären wir von den Aufnahmeländern politisch erpressbar, wobei diese Rückkehrzentren für die heimischen Steuerzahler überdies sündteuer werden dürften.
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