Nach Insektenstichen:

Pro Jahr sieben Tote und 1000 Aufnahmen im Spital

Österreich
18.08.2026 11:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

In den vergangenen zehn Jahren sind in Österreich insgesamt 68 Menschen nach Stichen durch Bienen, Wespen oder Hornissen verstorben. Pro Jahr sterben also fast sieben Menschen daran. Hinzu kommen im Schnitt fast 1000 stationäre Behandlungen.

In den Sommermonaten können Wespen, Hornissen und Bienen zur tödlichen Gefahr werden. Laut Todesursachenstatistik der Statistik Austria (siehe Grafiken unten) sind diese drei Insektenarten für den Tod von 68 Menschen in den vergangenen zehn Jahren (2016 bis 2025) in Österreich verantwortlich.

Mit 13 Todesfällen wurde im Jahr 2024 der höchste Wert innerhalb dieses Zehnjahreszeitraums registriert. 2025 kamen sieben Menschen nach Kontakt mit Hornissen, Wespen oder Bienen ums Leben.

(Bild: : Todesursachenstatistik der Statistik Austria)
Todesursachenstatistik der Statistik Austria
Todesursachenstatistik der Statistik Austria(Bild: Statistik Austria)

Beachtlich ist auch die Anzahl der stationären Aufenthalte wegen Insektenstichen in Österreich. Laut Spitalsentlassungsstatistik – hier ist derzeit nur der Zeitraum 2015 bis 2024 verfügbar – mussten in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 9617 Personen nach Insektenstichen inklusive Spinnen stationär behandelt werden – das sind fast 1000 Personen pro Jahr. 

Präventionstipps des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV):

  • Halten Sie sich im Freien von Mistkübeln fern, denn diese werden von Wespen besonders gerne umkreist. Auch Süßspeisen können diese anlocken.
  • Vorsicht beim Trinken aus Dosen oder dunklen Flaschen. Am besten aus Gläsern trinken oder die Gefäße nach jedem Schluck fest verschließen.
  • Falls Wespen beim Haus nisten, sollte man diese von Fachleuten entfernen lassen. Die Wohnräume mit Fliegengittern vor Insekten schützen.
  • Keine hastigen Reaktionen, wenn man von potenziell gefährlichen Insekten umkreist wird, damit diese nicht in „Notwehr“ zustechen. 
  • Beim Betreten von Grünflächen ist es ratsam feste Schuhe zu tragen.
  • Falls Sie allergisch sind, sollten Sie immer einen Allergiepass bei sich tragen und auch Ihrem näheren Umfeld über Ihre Allergie Bescheid geben. 
Der Pharmakonzern ALK machte in der Vorwoche darauf aufmerksam, dass bestimmte ...
Der Pharmakonzern ALK machte in der Vorwoche darauf aufmerksam, dass bestimmte Adrenalin-Autoinjektoren, sogenannte Adrenalin-Pens oder EpiPens, wegen des besonders starken Wespenjahres derzeit vergriffen sind.(Bild: weerachaiphoto - stock.adobe.com)

Immuntherapie für Allergiker
Experten wie Gunter Sturm, Leiter des Allergieambulatoriums Reumannplatz in Wien-Favoriten und der Forschungsgruppe Klinische Allergologie an der Univ.-Hautklinik Graz, empfehlen für langfristigen Schutz eine Immuntherapie. „Diese Therapie ist hochwirksam. Über 90 Prozent aller Betroffenen sind damit sicher vor den schweren allergischen Reaktionen geschützt und brauchen einen Stich nicht mehr zu fürchten.“

Bei dieser Behandlung wird der Allergieauslöser über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren regelmäßig in den Oberarm injiziert. Damit wird das Immunsystem an das Wespengift gewöhnt und es reagiert nicht mehr über.

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