Am Freitag haben NATO-Kampfjets eine Drohne über Lettland abgeschossen. Nun steht fest, dass das Flugobjekt aus dem benachbarten Belarus in den Luftraum einflog. Das lettische Militär hatte den Absturzort durchkämmt und gefährliche Trümmerteile gesprengt.
Andere Teile der Drohne würden noch untersucht, sagte Verteidigungsminister Raivis Melnis. Zur Herkunft des Flugkörpers gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Nach Militärangaben handelt es sich um eine ausländische Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum gelangt ist. Somit dürfte es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne handeln.
Wie berichtet, war sie am Freitag im Nordosten Lettlands von italienischen Eurofightern vom Himmel geholt worden. Drohnen, die eindringen, würden auch weiterhin abgeschossen werden, kündigte Melnis an. Das sei eine Frage der Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner sowie ihres Eigentums. „Die Ukraine verteidigt sich und greift weiterhin russisches Territorium mit Drohnen an, während Russland Gegenmaßnahmen ergreift“, sagte der Verteidigungsminister.
Lettland grenzt im Osten an Russland. Seit Kriegsbeginn in der Ukraine vor etwa viereinhalb Jahren hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen in dem Baltenstaat gegeben. Bei ukrainischen Angriffen drangen mehrfach fehlgeleitete Flugkörper ein, mit denen Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen worden waren. Die Drohnen stürzten in Lettland ab.
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