In Kanal verirrt
Hai „Bukang-i“ wird in Südkorea zum Medienstar
Mitte September hat sich ein rund 3,5 Meter langer Kupferhai in einen engen, künstlich angelegten Kanal im südkoreanischen Hafengebiet Busan Bukhang verirrt. Binnen kürzester Zeit avancierte das Tier zur lokalen Berühmtheit, Tausende Menschen strömen herbei, um es zu bewundern. Bei Behörden jedoch überwiegt die Sorge, das Tier könnte im flachen Wasser verhungern.
Der Hai, der von der Bevölkerung und den Behörden liebevoll „Bukang-i“ getauft wurde, sorgt seit zwölf Tagen für einen Massenansturm in Busan. Über 600.000 Schaulustige strömten bereits an den Kanal.
In der Hafenstadt ist eine wahre Hai-Manie ausgebrochen. Hai-Eis am Stiel, Kekse und allerlei Merchandise lassen die Kassen klingeln. „Bukang-i“ ist längst zum beliebtesten „Influencer“ geworden.
Hai zu Maskottchen erhoben
Wegen der riesigen medialen Aufmerksamkeit und auf den Wunsch Tausender Bürger hin wurde der Hai von Busans Bürgermeister sogar zum ehrenamtlichen Botschafter bzw. Maskottchen der Stadt ernannt.
Experten besorgt
So amüsant die Geschichte für Touristen und Schaulustige ist, Experten bereitet „Bukang-i“ große Sorge. Da der Hai im flachen, engen Kanal keine Nahrung zu sich nimmt und keinen Ausweg findet, fürchten Behörden um seine Gesundheit.
Aus diesem Grund startete die Stadt Busan am 29. September eine „Hai-nach-Hause-Begleitung“-Aktion. Erste Versuche, das Tier aus dem Hafenbecken zu lotsen (siehe X-Beitrag oben) waren nicht von Erfolg gekrönt. Ein eigens angefertigtes Großnetz soll in Kürze dafür sorgen, dass „Bukang-i“ seinen Weg ins offene Meer findet.

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