Die Hundstage haben die Stimmung im Land geprägt, nie zuvor ist es so lange so heiß gewesen. Kein Wunder, dass mehr ans Baden als an die Vorbereitung des politischen Herbstes gedacht wird.
Aber dieser Knackpunkt wird unweigerlich kommen. Wir erinnern uns: Als die Inflation zu galoppieren begann, gab es zwei Jahre hindurch auch zweistellige Gehaltserhöhungen. Für die Empfänger oft willkommen, für den Wirtschafts-Standort jedoch fatal. Immerhin hat man zuletzt daraus gelernt und begnügte sich im Schnitt mit zwei bis drei Prozent.
Der Schaden für die Unternehmen war jedoch schon angerichtet: Es werden Arbeitsplätze vermehrt im Ausland geschaffen, unsere Firmen verlieren zunehmend Marktanteile. Die Erhaltung der Kaufkraft wurde mit noch höheren Schulden erkauft.
Im Herbst kommt die Stunde der Wahrheit: Nur wenn es realistische Abschlüsse gibt, besteht Hoffnung auf neues Wirtschaftswachstum.
Vielleicht ist das auch eine Chance für neue Formen einer Lohnrunde: warum nicht geteilte Abschlüsse? Etwa erst einen Sockel als Basisabgeltung und dann eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter. So wie das etwa seit dem Jahr 2000 die Voestalpine hat, rund 26.000 Mitarbeiter profitieren davon.
Das ist ein flexibles Beispiel für ein erfolgreiches Unternehmen. Wir können nicht mit starren Forderungen in eine sich rasant verändernde Welt gehen …
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