Jetzt sind alle im Boot: Nach dem mehrheitlichen Landtagsbeschluss zur Übernahme des Kasbergs durch das Land OÖ am Donnerstag stimmte am Freitag auch die Fördergenossenschaft Lebenswertes Almtal dem Kaufvertrag zu. Am Montag werden die Papiere unterzeichnet, das Skigebiet ist damit vorerst gerettet.
Schon am Donnerstag hatten die Vorstände der Fördergenossenschaft Lebenswertes Almtal, Karl Drack und Michael Stadler in einer Aussendung Zustimmung signalisiert, am Freitag gab es dann offiziell grünes Licht: Nach einer kurzen Beratung am Vormittag stimmte die Genossenschaft einstimmig dem vom Land OÖ vorgelegten Kaufvertrag zu.
Unterzeichnung am Montag
Am kommenden Montag sollen laut Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) die nächsten formalen Schritte zur Übernahme des Kasbergs durch das Land gesetzt werden. Um 7.30 Uhr gebe es einen Termin zur notariellen Unterfertigung des Kaufvertrags. Anschließend werde die Grundverkehrskommission zusammentreten.
Land investiert 17 Millionen Euro
Dem vorangegangen war ein von ÖVP, FPÖ und SPÖ mitgetragener Beschluss im Landtag, der eine Investition von insgesamt 17 Millionen Euro zur Übernahme des seit Jahren kriselnden Skigebiets in Grünau im Almtal vorsieht – die „Krone“ berichtete. „Wir haben immer gesagt: Wir wollen rasch Klarheit schaffen und dem Kasberg eine Perspektive geben. Mit der Zustimmung der Fördergenossenschaft sind wir diesem Ziel wieder einen wichtigen Schritt näher“, sagt Stelzer.
Arbeiten an Beschneiungskonzept
Bedenken von Grünen und Neos, dass die Übernahme keine langfristige Rettung des Kasbergs bedeute, sondern nur der Versuch von Schwarz-Blau sei, sich über die Landtagswahl im kommenden Jahr „drüberzuretten“, entgegnet Stelzer: „Wir arbeiten konsequent an einer langfristigen Perspektive für den Kasberg.“ Dazu würden die Entwicklung eines Beschneiungskonzepts, die notwendigen Verhandlungen mit Grundeigentümern sowie die behördlichen Verfahren gehören.
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