Dass Präsident Trump Journalisten nicht mag, darf als vorausgesetzt gelten. Deshalb fand er auch nichts dabei, sie als Köder und Lockvögel gegen mutmaßliche iranische Raketen in die Air Force One einsteigen zu lassen, während er sich selbst von dort rasch vor dem Abflug aus Ankara in einem Catering-Container zu einem anderen Flugzeug davonschlich.
Österreich hat einen ähnlichen Fall: Es war im August 1990 kurz vor dem Golfkrieg der USA zur Befreiung von Kuwait aus irakischer Besetzung. Iraks Saddam Hussein hatte alle Ausländer als Geiseln („Gäste“), als Schutzschilde festgesetzt. Er signalisierte aber die Bereitschaft, die 96 Österreicher freizulassen, wenn Bundespräsident Waldheim sie abholen kommt.
Köpferauchen in Wien: Die AUA zögerte, eine Maschine bereitzustellen, da keine Versicherung mehr eine Ausfallhaftung übernahm. Es ging buchstäblich um Minuten. Der Luftraum im Krisengebiet war schon gesperrt.
Schließlich die Lösung: Der Ministerrat übernahm im Umlaufverfahren die Versicherung – für die Maschine, aber nicht für die Passagiere, also Bundespräsident plus mitreisende Journalisten im Hinflug und die Freigelassenen zurück. Die Republik zeigte sich von ihrer knausrigen Seite.
Mit diesem Gefühl als fliegende Zielscheibe verlief dann die Geiselbefreiungsaktion Richtung Bagdad. Saddam Hussein war sehr freundlich und lobte den Mut...
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.