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Es war ein bemerkenswertes Interview, und man hätte Attila Dogudan noch stundenlang zuhören können. In der „ZiB 2“ saß der supersmarte, erfolgreiche Do & Co-Gründer – 2,5 Milliarden Euro Umsatz, 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der ganzen Welt –, nachdem der amerikanische Präsident beim Rückflug vom NATO-Gipfel einen seiner Cateringcontainer als Fluchtweg genutzt hatte. Unbezahlbare Werbung für Dogudans Firmenimperium.
Es war ein drastisches Bild, das der Parade-Unternehmer von der europäischen Gesellschaft zeichnete. Dieser konstatierte er eine „Sättigung“, die zu Stillstand führe. Europa brauche vielmehr „Schnelligkeit, Effizienz und Innovation“.
„Es muss ja einen Grund geben, warum all die Space X und Microsofts dieser Welt woanders entstehen“, meinte er wörtlich. Wenn sich die Einstellung nicht ändere, dann werde der „wirtschaftliche Verfall unaufhaltsam“ sein. Die Geschichte Europas sieht Dogudan als Sinuskurve aus Krieg, Wiederaufbau und Wohlstand. Danach komme eine Phase der „Dekadenz“.
Erfrischend offen sprach der Spitzengastronom in der Langversion des Interviews auch über Vermögenssteuern (er wäre bereit sie zu zahlen), Migration (Menschen aus anderen Kulturen müssen unsere Kultur respektieren) und mangelndes politisches Leadership.
Ein Lehrstück für Österreichs Wirtschaft, das Armin Wolf ihm da mit seinen Fragen entlockte.
Wolf wird übrigens 60 und beantwortet im großen Geburtstagsinterview in der Feiertagsausgabe selbst Fragen.
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